Mehr als 100.000 Corona-Tote in Europa

In Europa sind inzwischen mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich am Samstagabend auf mindestens 100.501, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Das sind knapp zwei Drittel der weltweiten Corona-Todesfälle.

Insgesamt wurden fast 1,14 Millionen Corona-Fälle in europäischen Ländern registriert. Europa ist der am stärksten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit liegt die Zahl der bestätigen Corona-Infektionsfälle bei fast 2,3 Millionen.

Die meisten Todesopfer in Europa wurden aus Italien gemeldet, dort starben 23.227 Infizierte. Weltweit liegt diese Zahl nur in den USA höher, wo bereits mehr als 37.000 Corona-Patienten starben. In Spanien wurden rund 20.043 Corona-Todesfälle registriert. In Frankreich wurden 19.323 Tote gezählt und in Großbritannien 15.464.

Im britischen Königreich habe es zuletzt 888 weitere Todesfälle gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. Am Freitag hatte das Gesundheitsministerium 847 Tote innerhalb von 24 Stunden vermeldet, was ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vortag war. Zu der offiziellen Zahl der Covid-19-Toten in den britischen Krankenhäusern kommt eine hohe Dunkelziffer hinzu. Schätzungen zufolge starben allein in britischen Pflegeheimen mehrere tausend Menschen. Die Gesamtzahl der Infizierten liegt nun bei gut 114.000.

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In anderen Krisenländern sind mittlerweile Anzeichen der Entspannung zu erkennen. In Spanien, wo seit 14. März eine strikte Ausgangssperre gilt, sind binnen 24 Stunden weitere 565 Tote nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gezählt worden. Die Zahl der täglichen Todesfälle in Spanien ist rückläufig. Die spanischen Behörden gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie Anfang April überschritten wurde. Damals wurden an einem Tag 950 Todesfälle gezählt. Die offiziellen Opferzahlen sind in Spanien jedoch umstritten.

In Frankreich hat sich die Zahl der Corona-Toten in Krankenhäusern und Pflegeheimen binnen 24 Stunden um 642 Opfer auf 19.323 erhöht. Die Zahl der Krankenhauspatienten sank unterdessen nach Behördenangaben weiter. 30.639 Infizierte wurden den Angaben zufolge am Samstag in den Kliniken behandelt, das waren 551 weniger als am Vortag. Gut 5.800 von ihnen befanden sich auf der Intensivstation; am Freitag waren es noch 194 Patienten mehr gewesen.

In Italien sind wegen der Coronavirus-Pandemie 482 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worden, das sind 93 weniger als am Vortag. Mit 23.227 Toten ist Italien weiter das laut offiziellen Statistiken am schlimmsten betroffene europäische Land. Die Zahl der aktuell Infizierten lag bei 107.771, das sind 809 mehr als am Freitag.

Die USA sind das am stärksten betroffene Land weltweit. US-Präsident Donald Trump rechnet infolge der Coronavirus-Pandemie mit 60.000 bis 65.000 Toten - das ist jedoch deutlich weniger als in bisherigen Vorhersagen befürchtet. Im mit bisher mehr als 16.000 Toten besonders schwer betroffenen US-Bundesstaat New York hat sich die Lage in den Krankenhäusern etwas entspannt.

Im Iran ist die Zahl der Todesfälle infolge einer Infektion mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden um 73 gestiegen, wie ein Behördenvertreter mitteilt. Damit seien in dem Land insgesamt bisher 5.031 Menschen gestorben. Insgesamt gebe es 80.868 Infektionen.

Die Zahl der Infizierten in der Türkei stieg nach Angaben der Regierung um 3.783 auf 82.329 und liegt damit erstmals über der, die die iranischen Behörden für ihr Land nennen. Die Zahl der Toten in der Türkei stieg demnach binnen 24 Stunden um 121 auf 1.890. Das Innenministerium kündigte an, die erlassenen Reisebeschränkungen zwischen 31 Städten würden um weitere 15 Tage verlängert.

In Russland ist die Zahl der Todesfälle um 40 auf 313 gestiegen. Die Behörden meldeten 4.785 Neuinfektionen, der bisher höchste Anstieg. 2.649 davon und 21 Tote gab es allein in Moskau, dem Zentrum des Ausbruchs in Russland. Insgesamt summiert sich die Zahl der Coronavirus-Infektionen in dem Land inzwischen auf 36.793.


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