433 Tote binnen 24 Stunden in Italien

In Italien sind wegen der Coronavirus-Pandemie 433 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet worde. Das waren 49 weniger als am Vortag. Damit kletterte die Gesamtbilanz der Verstorbenen seit Beginn der Ausbreitung der Pandemie in Italien am 20. Februar auf 23.660, teilte der italienische Zivilschutz am Sonntag mit.

Die Zahl der aktuell Infizierten lag bei 108.257, das sind 486 mehr als am Samstag. 25.033 Covid-19-Kranke lagen in den italienischen Spitälern, davon 2.635 auf der Intensivstation, das sind 98 weniger als am Vortag. Die Zahl der Patienten in Heimisolation betrug 80.589 Personen. Die Zahl der Genesenen stieg auf 47.055 Menschen.

In der Lombardei, Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs in Italien, stieg die Zahl der Todesopfer in 24 Stunden um 163 auf 12.213. Die Zahl der aktuell Infizierten kletterte um 855 Personen auf 34.497. 10.342 Personen lagen in den lombardischen Spitälern. 922 davon lagen auf der Intensivstation, das sind 25 weniger als am Vortag.

„Wir haben den Kampf noch nicht gewonnen, die Herausforderung könnte noch lang sein, daher müssen wir besonders umsichtig handeln und die Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen“, sagte Pietro Foroni, lombardischer Beauftragter für den Zivilschutz.

Unterdessen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in der Türkei auf 86.306 gestiegen. Das sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag. Ein Anstieg von 3.977 Fällen in den vergangenen 24 Stunden hob die bestätigte Zahl der Türkei über die von China, wo das neuartige Coronavirus erstmals auftrat.

Koca sagte, 127 weitere Menschen seien an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das habe die Zahl der Todesopfer auf 2.017 erhöht. Insgesamt haben sich bisher 11.976 Menschen vom Coronavirus erholt, und die Anzahl der in den vergangenen 24 Stunden durchgeführten Tests belief sich auf 35.344, sagte der Minister. Die Türkei hat die siebenthöchste Summe der Welt. Bisher wurden mehr als 634.000 Menschen getestet.

In Frankreich sollen inzwischen im Rahmen der Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen Besuche in Alten- und Pflegeheimen wieder erlaubt werden. Ab Montag gebe es wieder ein Besuchsrecht, allerdings mit Einschränkungen, teilte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Édouard Philippe mit. Es dürften nicht mehr als zwei Angehörige gleichzeitig einen Bewohner in einer Senioren- oder sozialen Pflegeeinrichtung besuchen. Außerdem sei körperlicher Kontakt weiterhin verboten, erklärte Véran. Das Besuchsverbot galt seit Mitte März.

In Frankreich gelten seit Mitte März strenge Ausgangsbeschränkungen. Sie sollen noch bis zum 11. Mai dauern. Ab dann sollen Schulen und Kindergärten schrittweise wieder öffnen, die Hochschulen aber nicht vor dem Sommer. Restaurants, Cafés oder Hotels sollen vorerst geschlossen bleiben. „Unser Leben ab dem 11. Mai wird nicht das Leben von davor sein“, betonte Premierminister Philippe.

Mit 395 neuen Todesfällen erreichte die Zahl der Corona-Todesopfer beinahe die Schwelle von 20.000. Insgesamt starben seit Anfang März 19.718 Menschen an dem Coronavirus, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Von Samstag auf Sonntag starben demnach 227 Menschen in Krankenhäusern und weitere 168 in Pflegeeinrichtungen. Rund 30.600 Menschen wurden am Sonntag wegen der Lungenerkrankung Covid-19 im Krankenhaus behandelt.

In Deutschland wurden bis Sonntagabend mehr als 142.300 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Mindestens 4.415 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bisher bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 88.000 Menschen die Infektion überstanden.


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