Galeriebau in Landeck nach Hangräumung startklar

Mit Holzschlägerungen oberhalb der Landecker Straße L76 haben Arbeiter gestern Dienstag den Weg zum eigentlichen Baustart der Schlossgalerie freigemacht. Mund-Nasen-Schutz durfte nicht fehlen.
© Wenzel

Landeck – Einen Vorgeschmack auf die größte Baustelle im Bezirk gab es gestern Dienstag für zahlreiche Autofahrer an der südlichen Stadtausfahrt von Landeck: Sie mussten sich wegen Anhaltungen und Staus in Geduld üben. Ein Räumtrupp war mit Holzschlägerungen im steilen Gelände oberhalb der L76 beschäftigt.

„Das sind notwendige Vorarbeiten zum eigentlichen Baustart der Schlossgalerie am 27. April“, bestätigte Siegmund Geiger, Verkehrsreferent der BH Landeck, auf TT-Anfrage am Dienstag. Wie berichtet, baut das Land eine 720 Meter lange Galerie zwischen Landeck Süd und der Einfahrt Fließer Au. Die Kosten liegen bei 26,6 Mio. Euro.

Hintergrund ist die labile Geologie oberhalb der wichtigen Verkehrsverbindung ins Obergricht. In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu gefährlichem Steinschlag. Fest steht außerdem, dass die Sprengarbeiten am 11. Mai beginnen und dass in diesem Zusammenhang eine mehrwöchige Totalsperre der L76 nötig wird.

Zu den Befürchtungen des Bezirksmuseumsvereins, dass das oberhalb der Baustelle gelegene Schloss Landeck wegen der Sprengungen in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, erklärte BM Wolfgang Jörg, dass im Zuge des so genannten Beweissicherungsverfahrens ein Erschütterungsmessgerät aufgestellt werde. „Das ist mit der Bauleitung und mit dem Land bereits abgesprochen.“ Ihm gehe es aber auch um die Sicherheit im Umfeld der Großbaustelle: „Es geht zum Beispiel um Haftungen und um die große Verantwortung der Sprengmeister.“ (hwe)

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