Beschlagene Brille, zu wenig Luft: Die besten Tipps zum Tragen von Masken

Ganz zu schweigen vom mühsamen Reden mit der Schutzmaske, beschlägt auch noch die Brille. Die Profis des europäischen Netzwerks der Stimmexperten stimme.at geben Tipps für die richtige Technik beim Atmen, Sprechen und Kommunizieren mit der Maske.

Direkter Blickkontakt beim Reden mit Maske würde die Kommunikation erleichtern. Ebenso wichtig: langsam und deutlich sprechen.
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Wien – Das neue Leben mit dem Mund-Nasen-Schutz auf der Straße, in den Geschäften und in den Öffis bietet nicht nur ein ungewohntes Bild für die Augen. Es ist auch seltsam und teilweise mühsam, damit zu sprechen und Gesprächspartner zu verstehen. Die Augengläser beschlagen, man riecht den eigenen Atem und so manches Mal hat man das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen.

Doch die Maske wird unseren Alltag wohl oder übel noch eine ganze Weile begleiten. Da ist es besser, wenn man sich das Nuscheln gleich abgewöhnt. Die Profis des europäischen Netzwerks der Stimmexperten stimme.at geben Tipps für die richtige Technik beim Atmen, Sprechen und Kommunizieren mit der Maske.

Drei Atemzüge: „Beherzt aufsetzen – und sofort drei bewusste ruhige Atemzüge machen.“ Das raten die Experten mit der Betonung auf eine ruhige Atmung. Die Strategie mache in Anbetracht der Tatsache, dass es mit Maske mehr Atemmuskel-Einsatz brauche, sicher, locker und entspannt.

Durchblick bewahren: Der Atemfluss soll über das Kinn und den Hals nach außen strömen. Das erreicht man, indem man die Unterlippe beim Ausatmen ein bisschen nach unten zieht. Das Ergebnis: Die Maske bleibt länger trocken um die Nase und die Brille läuft nicht an.

Kerze-Ausblasen-Übung: Man stelle sich drei Kerzen im Abstand von zehn Zentimetern vor dem Mund vor. Diese bläst man mit drei kurzen, aber kraftvollen Luftstößen – F-F-F – aus. Mit dieser Übung trainiert man laut den stimme.at-Experten das Zwerchfell als wichtigen Atemmuskel. Wird sie richtig gemacht, bewegt sich der Bauchnabel dabei.

Runter vom Gas: Beim Sprechen durch die Maske werden die Schallwellen ausgebremst. Damit man trotzdem gut verstanden wird, sollte man sich zum Gesprächspartner hindrehen und ihn auch innerlich fokussieren. Damit werde die Stimme automatisch tragfähiger. Schnell-Sprechern sei geraten, dass sie auch gedanklich vom Gas gehen und damit verständlicher werden.

Lachende Augen: Gesichtsgymnastik wie Grimassenschneiden, weiche Kaubewegungen oder Lippenflattern helfen dabei, lauter und deutlicher zu sprechen. Übrigens: Wenn man nur wenig vom Gesicht sieht, wirkt ein Lächeln mit den Augen kommunikative Wunder. (TT)

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