Platzgummer realistisch: „Chancen stiegen von ein Promille auf ein Prozent“

Sandro Platzgummer, Running Back der Swarco Raiders, versucht sein Glück bei den New York Giants. Der Tiroler Footballer über sein Abenteuer.

Von Innsbruck nach New York: Sandr­o Platzgummer.
© APA

Das meinte Sandro Platzgummer auf die Frage ...

...von wem er seine Nominierung erfuhr? In der Nacht von Samstag auf Sonntag erhielt ich die Nachricht per Videotelefonat vom Head of Football Operations der NFL International. Da wusste ich aber noch nicht, zu welchem Team ich kommen werde. Darüber wurde ich dann am Montag von den New York Giants selbst informiert.

... wie seine erste Reaktio­n ausfiel, wen er zuerst benachrichtigte? Ich war natürlich sehr erfreut, als mich das Team angerufen hat. Auch, dass es am Ende die Giants geworden sind. New York ist eine tolle Stadt, die Giants sind eine tolle Organisation, somit ist das eine coole Sache, dass ich dort sein werde. Als ich die Nachrichten bekam, waren auch meine Familie und meine Freundin bei mir. Die haben das also aus erster Hand miterlebt.

... ob er sein Medizin-Studium unterbricht bzw. ob er zuletzt noch viel gelernt hätt­e? Ich bin mit dem Studien­koordinator von Anfang an in gutem Kontakt gestanden. Er hat mir sogar gratuliert. Wir haben auch schon geplant und besprochen, wie es zukünftig weitergehen kann für mich. Der einzige Vorteil von Corona ist, dass ich in den letzten Monaten wenig verpasst habe. Je nachdem, wie lange ich jetzt noch auf die Ausreise warten muss, kann ich dieses Semester sogar noch online abschließen.

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... für wie realistisch er einen Platz im Kader einschätzt? (lacht) Ich würde sagen, die Chancen sind von einigen Promille auf einige Prozent gestiegen. Im Ernst: Das ist unheimlich schwer einzuschätzen, ich bin ja noch nicht mal dort. Ich bin noch eine kleine Nummer. Das ist der Kreislauf des Lebens.

... was passiert, wenn er nicht in den Kader kommt bzw. ob es einen Plan B gibt? Wenn ich nicht in den Kader komme, dann bin ich mit großer Wahrscheinlichkeit im Practice Squad. Die Regeln lassen das zu. Wobei dieser Plan B auch ein guter Plan A ist. Es ist sehr schwer, im ersten Jahr da reinzukommen.

... was ein talentierter Footballer aufweisen muss, um selbst einmal so weit zu kommen? Wichtig ist, dass man seine Zeit nicht verschwendet und alle Möglichkeiten nutzt, die sich einem bieten. Man muss seine Ressourcen weise einsetzen, um ans Ziel zu kommen. In jedem Fall gilt: Niemals aufgeben!

... mit welchem Gefühl er dem Treffen mit Saquon Barkley, einem großen Star, entgegenblickt (spielt auf seiner Position)? Ein gewisser Respekt ist da. Ich freue mich drauf, habe aber bestimmt keine Angst. Ich werde versuchen, so viel von ihm zu lernen wie möglich. (suki, floh)


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