Zuschüsse von drei Gemeinden: Letzte Chance für insolvente Achenseebahn

Drei Gemeinden sorgen für außerordentlichen Zuschuss bei Achenseebahn. Konzessionserhalt ist in der Insolvenz oberstes Ziel.

Heuer wird die Achenseebahn eine Zwangspause einlegen. Zu viele Fragen sind im laufenden Insolvenzverfahren noch offen.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Jenbach – Unter Dach und Fach ist jetzt die Finanzierung des Teilbetriebes der Achenseebahn für die Monate März und April. „Es handelt sich um einen außerordentlichen Zuschuss in der Höhe von mehr als 140.000 Euro für die Gemeinden Jenbach, Eben und Achenkirch“, klärt BM Dietmar Wallner (Jenbach) auf. Per Umlaufbeschluss wurde das Ja in den drei Gemeinden eingeholt, wie auch BM Sepp Hausberger (Eben) bestätigt. Ab Mai übernimmt das Land die Finanzierung des Teilbetriebes der Dampfzahnradbahn, die Ende März in die Insolvenz schlitterte.

Klar war das Bekenntnis zur Bahn durch die Aktionärsgemeinden vor einigen Monaten. Und auch in einem Papier des Landes ist von einer mittelfristigen Wiederinbetriebnahme mit touristischem Betrieb die Rede. „Es steht nicht schlecht um die Zukunft der Bahn“, betont der Innsbrucker Rechtsanwalt Christian J. Winder, der die Bahn in Rechtsangelegenheiten vertritt. Das große Ziel sei die Zustimmung des Landtages über in Aussicht gestellte Millionen. „Unter dem Schutz des Insolvenzverfahrens müssen in Ruhe die notwendigen Schritte gesetzt werden“, zeigt er auf.

„Wichtig ist vor allem der Erhalt der Konzession. Und daran arbeiten wir“, betont Masseverwalter Herbert Matzunski, der in einem abgeschlankten Betrieb die Zukunft der Bahn sieht. Bis zum Jahr 2024 laufe die derzeitige Konzession. Auch er hofft auf den Landesbeitrag. Die Rede ist da von 3,4 Millionen Euro. Die erste Lok sei bald betriebsbereit, für die zweite benötige man noch zwei bis drei Monate, wie der Masseverwalter aufzeigt. Laut Bahndirektor Martin Uhlig habe es schon eine kleine Ausfahrt gegeben. Eines ist aber fix: Heuer wird die Achenseebahn nicht nach Seespitz unterwegs sein.

Für Evelyn Achhorner, Verkehrssprecherin der FPÖ im Landtag, sei der Aufsichtsrat der Achenseebahn ein „Abnickgremium“ gewesen. Nun habe aber der Insolvenzverwalter das Ruder übernommen. Und sie vermerkt, dass der ehemalige Vorstand nicht entlastet worden sei.

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