Notkrankenstationen in Rehas werden aufgelassen

In der Reha Münster sind derzeit noch 40 Patienten untergebracht. Sie werden aber in den kommenden zwei Wochen entlassen.

40 Patienten sind derzeit noch in Münster. Sie werden bald entlassen oder in ihre Heime zurückgebracht. (Symbolfoto)
© Keystone

Von Marco Witting

Innsbruck –Ein weiteres Todesopfer musste gestern in der Corona-Krise in Tirol vermeldet werden. Insgesamt stieg damit die Zahl auf 106 Opfer. Gleichzeitig sind viele wichtige Indikatoren der Gesundheitsversorgung rückläufig. 43 Menschen mit einer Corona-Erkrankung waren gestern (Stand Mittag) in den Tiroler Spitälern im Krankenhaus in Behandlung, 21 davon auf der Intensivstation.

Ein sehr positiver Trend, wie LH Günther Platter (VP) anmerkte. Aktuell gibt es nur noch 138 infizierte Menschen in Tirol. Ein Trend, der sich auch auf jene Einrichtungen auswirken wird, die man als Notkrankenstationen vorbereitet hat. Sie werden nun als solche aufgelassen und kommen wieder in ihrer eigentlichen Funktion zum Einsatz. Unklar ist vorerst, was die Einrichtung der Stationen kostet und wer es letztlich bezahlen wird.

Auf Anfrage beim Land Tirol heißt es dahingehend: „Sämtliche entstandenen Aufwendungen werden vom Land Tirol in allen Einrichtungen nach denselben Kriterien ersetzt. Das Land Tirol geht davon aus, dass diese Kosten vom Bund vollständig refundiert werden. Die genauen Kosten werden derzeit erhoben.“

Um bei steigenden Coronavirus-Erkrankungen ausreichend Kapazitäten zur Patientenbetreuung zur Verfügung zu haben, wurden mit allen Reha-Einrichtungen zu Beginn der Krise Gespräche über ihren möglichen Einsatz als Notkrankenstationen geführt. Darüber hinaus haben sich auch Gesundheits- und Krankenpflegeschulen sowie Hotels bereit erklärt, die Tiroler Spitäler bei Bedarf entlasten zu können. Doch dazu kam es letztlich nicht. Bis jetzt mussten deshalb neben der Med-alp Imst und dem Reha-Zentrum Münster keine weiteren Einrichtungen herangezogen werden.

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Insgesamt wurden in Münster 84 Patienten und in Imst 15 Patienten betreut. Der Höchststand in Münster von gleichzeitig betreuten Patienten lag bei 53 – sie kamen vor allem aus Alten- und Pflegeheimen. Derzeit sind noch 40 Patienten im Reha-Zentrum. Sie werden in den kommenden zwei Wochen entlassen bzw. in ihre ursprünglichen Einrichtungen zurückgebracht.


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