Wirkung von Ausgangsbeschränkungen auf Arthrose-Patienten untersucht

Das BKH St. Johann untersuchte in einer Studie während der Corona-Zeit die Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen auf Patienten mit Knie- oder Hüftarthrosen.

Das Bezirkskrankenhaus St. Johann führte eine Studie zur Arthrose in Corona-Zeiten durch.
© Angerer Harald

St. Johann i. T. – Auf dem langsamen Weg zurück zur Normalität ist auch das Bezirkskrankenhaus St. Johann. Schrittweise wird in allen Abteilungen wieder der Betrieb aufgenommen. So auch in der Orthopädie, wo die OP-eingeschränkte Zeit für die Erstellung einer wissenschaftlichen Studie genützt wurde.

Knapp 70 Knie- oder Hüftprothesen-Operationen mussten „coronabedingt“ vorübergehend abgesagt werden. Seit 4. Mai läuft der operative Betrieb wieder. „Ein wichtiger Faktor bei der Planung der ausstehenden Operationen war die Frage, wie es den Patienten mit verschobenen Terminen in der Zwischenzeit ergangen ist“, sagt der Leiter der Orthopädie, Alexander Brunner, der mit seinem Team der Abteilung für Orthopädie zur Klärung dieser Frage eine wissenschaftliche Studie durchführte. „Bis dato war nahezu unbekannt, wie sich eine sechswöchige Ausgangssperre mit allen daraus resultierenden Einschränkungen auf die Beschwerden von Patienten mit Knie- oder Hüftarthrose auswirkt.“

Die Studie untersuchte die Auswirkungen der Covid-19-Quarantäne auf die körperliche Aktivität, Gelenksschmerzen und die psychische Situation von Arthrosepatienten. Die Ergebnisse sind eindeutig: Durch die Ausgangssperre nahm die körperliche Aktivität der Patienten deutlich ab, wodurch es zu einer Zunahme der Schmerzen in den betroffenen Gelenken kam. „Kniegelenke scheinen dabei stärker betroffen zu sein als Hüftgelenke,“ schildert Brunner. (aha, TT)


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