Logistik in den Bezirksstädten neu denken

Nicht nur der Mountainbike-Weltmeister Alban Lakata beherrscht das Lastenfahrrad der Stadt Lienz. Das Bild soll Schule machen.
© Stadt Lienz/Profer Partner

Von Christoph Blassnig

Lienz – Was in europäischen Metropolen wie Berlin bereits zum Straßenbild gehört, soll auch in Österreich möglich werden: umweltfreundliche regionale Transportlogistik mittels E-Fahrzeugen oder Lastenrädern.

In drei Wochen findet in Lienz das Auftakttreffen für ein diesbezügliches Forschungsprojekt unter dem Titel „Klima-Logisch“ statt. Ein Jahr lang wollen Wissenschafter der Technischen Universität Wien, Bereich für Verkehrsplanung und Verkehr, gemeinsam mit der Bevölkerung und den Kaufleuten erheben, wie die Abholung und Zustellung von Paketlieferungen neu organisiert werden könnte. „Wir sind die Einzigen in Österreich, die an einem solchen zukunftsweisenden Konzept arbeiten“, ist Oskar Januschke, Leiter des Stadtmarketings Lienz, von der überregionalen Bedeutung des Projektes überzeugt. Diese Einschätzung habe auch die Fachjury geteilt, die dem Vorhaben in einem Wettbewerb größte Förderwürdigkeit zugesprochen hat. „Was in Lienz funktioniert, kann auch in anderen Bezirksstädten funktionieren.“

Eine besondere Chance sei das im Bau befindliche Mobilitätszentrum der ÖBB mit großzügigen Flächen für Fahrradnutzer. „Hier könnte ein Umschlagplatz für Waren entstehen, der täglich per Bahn beliefert wird“, lautet ein Vorschlag Januschkes. Von hier aus könnten heimische Unternehmen die Transportlogistik in die näheren Umgebung übernehmen.

80 Prozent der Projektkosten von rund 107.000 Euro kommen aus Förderungen.


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