Als Mozart am Lokus das Trommeln lernte

Felix Mitterers Roman „Keiner von euch“ erscheint am 19. Mai. Die TT präsentiert einen weiteren Auszug.

Felix Mitterer
© APA

Den Abend nach diesem ärgerlichen Vorkommnis mit Hoffmann verbrachten wir also im Hause Mozart. Der Kompositeur war getreu seiner Linie über seine Verhältnisse und zu prächtig in den Farben gekleidet. Seine Frau Constanze zeigte ein offenherziges Dekolleté. Ich muss zugeben, es verfehlte nicht eine gewisse Wirkung auf mich. Besonders zu dieser späten Stunde, als ich schon zu viel vom Branntwein getrunken hatte. Es war Hoffmann, der mir immer wieder nachschenkte. Constanze stand vor uns in Positur uns sang auffallend oft mich an, Mozart begleitete sie am Klavier. Als Hoffmann mir schon wieder nachschenken wollte, wehrte ich ab. „Nein danke, Herr Professor, ich habe schon zu viel getrunken. Ich bin Alkohol nicht gewöhnt."

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