Auch Italien will die Balken heben, doch Österreich zurückhaltend

Italien will den Tourismus wieder ankurbeln: Ab 3. Juni sollen EU-Bürger frei einreisen können. Die Grenzen zu Tschechien, Slowakei und Ungarn sind wieder offen.

Wann der Brenner wieder problemlos überquert werden kann, ist unklar. Kurz hat ?noch keine Perspektive? mit Italien.
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Rom –Italien lockert langsam die drastischen Corona-Maßnahmen. Ab dem 3. Juni sollen EU-Bürger frei nach Italien einreisen können, ohne sich einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen zu müssen. Damit will Italien wieder zum Neustart des Tourismus aus dem Ausland beitragen. Die Maßnahmen werden derzeit noch vom Ministerrat in Rom diskutiert.

Zudem sollen die Italiener ebenso ab dem 3. Juni wieder im Rahmen ihrer nationalen Grenzen frei reisen dürfen, geht aus Plänen der Regierung in Rom hervor, die am Freitag mit den Vertretern der Regionen diskutiert wurden. Nach der Wiedereröffnung der Lokale und des Kleinhandels am morgigen Montag sollen dann Reisen außerhalb der Heimatregion möglich sein.

📽 Video | Italien öffnet Grenzen ab 3.Juni

Seit dem Lockdown am 11. März dürfen die Italiener nicht mehr ihre unmittelbare Heimatregion verlassen. Lediglich aus beruflichen oder dringenden gesundheitlichen Gründen darf man im Moment innerhalb Italiens reisen.

Die norditalienischen Regionen Lombardei, Emilia Romagna und Venetien drängen auf eine Vorverlegung der Reisefreiheit binnen der nationalen Grenzen bereits ab morgen. Damit soll auch der erlahmte Tourismus wieder Sauerstoff erhalten. Über die Forderungen der norditalienischen Regionen wird noch gestritten.

Österreich hingegen ist noch zurückhaltend, was die Öffnung der Grenzen nach Italien betrifft. ÖVP-Kanzler Kurz sieht „noch keine Perspektive“ mit Italien, wie er kürzlich sagte. Das Nachritenportal stol.it berichtet indes von Fällen, wonach Österreich Südtiroler trotz der erlaubten Gründe nicht einreisen lässt – und diese deshalb am Brenner Kehrt machen müssten.

📽 Video | Talk über Grenzöffnungen

Derweil sind seit Mitternacht neben Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz auch die bisher geschlossenen Grenzübergänge zu Tschechien, Slowakei und Ungarn wieder geöffnet, teilte das Innenministerium mit. Damit werde der freie Personen- und Warenverkehr erleichtert und die Situation insbesondere für Pendler und Menschen im grenznahen Raum verbessert. Die Kontrollen würden reduziert und nur noch stichprobenartig durchgeführt, hieß es. (APA, TT)


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