Neue Pächter der Arzler Alm starten mit Respekt und Elan

Ein Innsbrucker Paar übernimmt mit Juni die Arzler Alm – in dem Wissen, dass man dort unter besonderer Beobachtung der Innsbrucker steht. Das Angebot soll bodenständig, familienfreundlich und leistbar sein.

Auf der Arzler Alm laufen derzeit noch Sanierungsarbeiten, unter anderem wird die Terrasse erneuert.
© Paumgartten

Von Denise Daum

Innsbruck – „Ja, wir treten in große Fußstapfen“, sagen Christina Meilinger und Alexander Hulak mit einer Mischung aus Respekt und Zuversicht, dass man das Ding schon schaukeln wird. Die beiden Innsbrucker (sie leben seit Längerem in der Landeshauptstadt) haben den Zuschlag für die Pacht der Arzler Alm erhalten. Insgesamt fünf Bewerber gab es für die städtische Alm, die über viele Jahre sehr erfolgreich vom nunmehrigen Vizebürgermeister Johannes Anzengruber und seiner Familie geführt wurde.

Dem Pächterpaar ist bewusst, dass die Arzler Alm unter Beobachtung steht – die Nordkette ist schließlich des Innsbruckers liebstes Naherholungsgebiet. „Die Arzler Alm gehört allen Innsbruckern. Wir wollen auch für alle da sein“, sagt Alexander Hulak. Er erklärt, dass die Preisgestaltung – wie auch von der Stadt gewünscht – jedenfalls familienfreundlich sein wird. Das Angebot soll bodenständig und leistbar sein, bei hoher Qualität. „Wir wollen den Spagat zwischen regionalen Zutaten und vernünftigen Preisen schaffen“, ergänzt Christina Meilinger.

„Wir werden unser Bestes geben, um unsere Gäste auf der Arzler Alm glücklich zu machen.“ – C. Meilinger und A. Hulak
(Pächterpaar)
© Hulak

Die beiden sind Anfang 30 und kommen aus der Gastronomie. Hulak besuchte die Tourismusschule im Zillertal und arbeitete zuletzt in der Eventbranche. Meilinger ist im Pinzgau auf einem Bauernhof aufgewachsen und ist seit vielen Jahren in der Gastronomie tätig. Unter anderem war sie auf einer Alpenvereinshütte. „Ich fühle mich in der Gastro wohl und sicher“, sagt Meilinger, die auf der Alm kochen wird.

Das Pachtverhältnis beginnt mit 1. Juni. Aufsperren werden die beiden allerdings frühestens Mitte Juni. „Wir müssen noch die Küche sowie den Gastraum ausstatten und Personal suchen“, erklärt Hulak. Zudem sind derzeit noch Sanierungsarbeiten im Gange, unter anderem wird die Terrasse erneuert. Die Öffnungszeiten sollen wie gewohnt von 9 bis 19 Uhr sein, Montag bleibt Ruhetag. Das Pachtverhältnis ist auf acht Jahre befristet, wobei die ersten drei Jahre eine Fixpacht vereinbart wurde. Danach wird auf Umsatzpacht umgestellt.

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Zur Alm gehört auch die Behirtung. Diese wollen die beiden in Zusammenarbeit mit einem Hirten organisieren.


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