„Kippe“ beim Perjentunnel weg, Corona bremst beim Zeitplan

Der Spurwechsel beim Perjentunnel war Lkw-Fahrern ein Dorn im Auge. Die Asfinag muss Verkehrsfreigabe der „alten“ Röhre um zwei Monate verschieben.

Lkw-Fahrer atmen auf: Die schräge Fahrbahn beim Spurwechsel vor der Osteinfahrt in den Perjentunnel ist seit wenigen Tagen beseitigt.
© Wenzel

Landeck, Zams – Beim Perjentunnel musste die Asfinag seit Eröffnung der Süd-Röhre im Dezember 2018 vor allem Kritik einstecken – die TT berichtete. Diese Woche gab es auch Lob. Lkw-Fahrern ist aufgefallen, dass die in ihren Augen gefährliche „Kippe“ beim Ostportal kürzlich beseitigt worden ist. „Zwischen der Lötzgalerie und dem Perjentunnel war die Fahrbahn beim Spurwechsel ziemlich schräg“, schilderte ein Fahrer aus Landeck. Man habe sich Sorgen machen müssen, dass Schwerfahrzeuge wegen der Schräglage umkippen könnten. „Meines Wissens ist dort zum Glück aber nie etwas passiert“, so der Landecker Berufskraftfahrer.

Bei der Asfinag war die „Kippe“ bekannt, wie Perjentunnel-Projektleiter Richard Loidl bestätigte: „Wir wollten sie schon früher abbauen. Aber dann ist Corona dazwischengekommen.“ Jedenfalls habe der Fahrbahnübergang beim Spurwechsel den Richtlinien entsprochen.

Coronabedingt werde es auch beim 190-Mio.-Euro-Gesamtprojekt (Sicherheitsausbau der Tunnel- und Galerieanlagen auf der S16 im Talkessel) zu Verzögerungen kommen. Im Perjentunnel-Nord erneuert die Asfinag derzeit Lüftung, Beleuchtung und Videotechnik. „Damit sind wir bis Anfang August beschäftigt“, sagte der Projektleiter. Die Verkehrsfreigabe beider Röhren sei – aus heutiger Sicht – Anfang November geplant. „Vorausgesetzt es gibt keine zweite Corona-Welle.“ Den Baustart beim Projekt Lötzgalerie in Zams strebe man für das Frühjahr 2021 an, so Loidl. (hwe)

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