Verschobene Operationen: Corona kostet die Tiroler Spitäler 60 Mio. Euro

Weil viele Operationen aufgeschoben wurden, fehlen auch den Tiroler Spitälern Einnahmen. Bis zu 60 Mio. Euro könnten sie heuer einbüßen.

Der Betrieb in den Operationssälen wurde wochenlang heruntergefahren, den Tiroler Spitälern fehlen jetzt die Einnahmen.
© Thomas Böhm

Von Peter Nindler

Innsbruck – Mit der Corona-Krise wurde ab Mitte März der Normalbetrieb in den neun Tiroler Spitälern heruntergefahren. Mit dem Rückgang der Covid-Patienten, die stationär aufgenommen bzw. intensivmedizinisch behandelt werden mussten, normalisierte sich die Situation langsam wieder. Doch vor allem die aufgeschobenen Operationen wirken sich jetzt für die Spitalsbetreiber, wie die Tiroler Spitalsholding, negativ aus.

Denn stationäre Krankenhausaufenthalte werden nach einem bundesweit einheitlichen Regelwerk (LKF-Punkte) abgerechnet. Die Abrechnung der Betriebsleistungen für die Krankenhäuser erfolgt über den Tiroler Gesundheitsfonds. Gibt es keine Operationen – Hunderte wurden verschoben –, fehlen auch die Einnahmen. Deshalb klafft jetzt ein großes Finanzloch in den Spitalsbilanzen.

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