Konzept für Filmdrehs: Neustart mit geschlossenem Set

Filmschaffende haben ein Konzept für sichere Drehs erarbeitet – und pochen auf Hilfe bei der Filmversicherung.

Filmschaffende machen mit selbst erarbeiteten Regeln einen Vorschlag, wie während der Pandemie gedreht werden kann.
© imago

Wien – Um in Zeiten der Corona-Pandemie sichere Dreharbeiten durchführen zu können, haben heimische Filmschaffende Richtlinien für Kino- und Fernsehproduktionen entwickelt. Das Arbeitspapier ist mit „Comeback“ überschrieben. Im Gesundheitsministerium wurde es bereits präsentiert.

Erarbeitet wurde das Konzept in Zusammenarbeit mit dem Mediziner Hans-Peter Hutter. Es sieht ein Drei-Zonen-Modell vor, in dessen Zentrum ein so genanntes „Closed Set“ steht. Dieses umfasst Regie, Kamera, Tontechnik, Requisite und Maske sowie die Darsteller. Alle an einem Dreh Beteiligten sollen bei Einhaltung allgemeiner Schutzmaßnahmen (Masken, Sicherheitsabstand von einem Meter) regelmäßig getestet werden. Zudem ist für jeden Drehort eine „permanente Hygiene-Station“ angedacht. Für jede Zone wurden detaillierte Richtlinien erarbeitet.

Bekräftigt wurde mit der Veröffentlichung des Sicherheitskonzepts die Forderung nach einer Bürgschaft des Bundes im Fall, dass Dreharbeiten wegen Corona erneut unterbrochen oder abgesagt werden. Der Sprecher des Dachverbands der heimischen Filmschaffenden, Fabian Eder, hatte zuletzt im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung unterstrichen, dass Rechtssicherheit in Versicherungsfragen die Voraussetzung für die Wiederaufnahme von Dreharbeiten ist. In Deutschland haben sich sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Fernsehsender bereiterklärt, einen Teil der durch Ausfälle anfallenden Kosten zu übernehmen. Eine vergleichbare Zusage des ORF, als größtem heimischen Auftraggeber, gibt es bislang nicht. (APA, jole)

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