Kitzbüheler Tourismusverbände: Mitarbeiter sollen gehalten werden

Die Tourismusverbände im Bezirk Kitzbühel müssen wegen der Krise sparen, das soll aber nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter passieren.

Auch wenn der bevorstehende Sommer wieder die Gäste lockt, die TVB rechnen mit Löchern in der Kasse.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Den Gürtel enger schnallen heißt es bei den Tourismusverbänden. Sie erwarten für das heurige Jahr Mindereinnahmen in Millionenhöhe. So rechnet der TVB Kitzbüheler Alpen Brixental mit einem Loch von 1,5 Millionen Euro in der Kasse. „Wir sind aber gut aufgestellt und können auch auf Rücklagen zurückgreifen“, sagt TVB-GF Max Salcher. Dazu hofft er noch auf Hilfen vom Land Tirol. Schon jetzt klar ist, dass vor allem Ausgaben durch Großevents wegfallen. „Klar ist für uns aber auch, dass wir nicht bei den Mitarbeitern und der Infrastruktur sparen werden“, betont Salcher. Der Vorstand habe erst kürzlich entschieden, dass im Jahr 2020 keine Mitarbeiter gekündigt werden. Insgesamt sind dies beim TVB Brixental 36 Personen.

Sein Kollege Armin Kuen vom TVB Kitzbüheler Alpen Pillerseetal spricht von einem erwarteten Minus von gut einer Million Euro. Im Gegensatz zu den Brixentalern wird man im Pillerseetal bei der Infrastruktur sparen. Hier war ein Umbau des Hauptbüros in Fieberbrunn heuer geplant. „Den werden wir jetzt nicht durchführen“, betont Kuen. Auch er versichert, dass vorerst keine Mitarbeiter gekündigt werden, aber man müsse schauen, wie sich das Jahr entwickelt.

Ebenfalls mit einer Million Euro weniger rechnet man beim TVB Kitzbüheler Alpen Hohe Salve, aber auch hier gebe es weniger Ausgaben durch ausgefallene Events. „Das waren bisher alleine schon 200.000 Euro“, berichtet GF Stefan Astner. Er betont, dass der Verband über Rücklagen in der Höhe von zwei Millionen Euro verfüge. Kündigungen werde es keine geben. „Eine Mitarbeiterin hat vor Corona gekündigt und eine ist in Karenz, diese werden wir vorerst nicht nachbesetzen“, sagt Astner.

Eine ähnliche Situation gibt es auch beim Verband Kitzbüheler Alpen St. Johann, hier haben vor der Krise zwei Mitarbeiterinnen gekündigt. „Wir haben hier sogar inzwischen schon eine nachbesetzt, ein Personalabbau war bei uns nie Thema“, sagt GF Gernot Riedel, der ebenfalls mit einem Ausfall von 1 bis 1,5 Mio. Euro rechnet.

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Gut aufgestellt sei auch der Kitzbüheler TVB, wie Obfrau Signe Reisch betont. Mitarbeiterabbau sei deshalb kein Thema. Trotzdem werde es Einsparungen geben, etwa bei den nicht durchgeführten Veranstaltungen. „Wir haben die vergangenen Jahre aber sehr gut gewirtschaftet und haben genügend Rücklagen“, betont Reisch.


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