Bauern in Serfaus und Osttirol fürchten weitere Wolfsrisse

Symbolfoto.
© Parigger

Serfaus, Matrei i. O. – Elf tote Schafe hat Landecks Amtstierarzt Eduard Martin diese Woche im Serfauser Komperdell-Gebiet begutachtet. Zumindest bei neun Herdentieren schließt er aufgrund der Spurenlage im Kehlkopfbereich nicht aus, dass sie dem Wolf zum Opfer gefallen sind. „Am Donnerstag haben mich Bauern wegen zwei weiterer toter Schafen verständigt.“ Der vorläufig letzte Kadaver-Fund in Serfaus war gestern Freitag. Von den toten Tieren habe er DNA-Proben entnommen und zur Analyse eingeschickt. Zwei Schafe bzw. Lämmer könnten abgestürzt sein.

„Unsere Bauern sind in großer Sorge, dass die Serie der Wolfsrisse weitergeht“, sagte Bürgermeister Paul Greiter am Freitag zur TT. Das Beuterevier des Wolfes – Einheimische sprechen auch von zwei Wölfen – werde almwirtschaftlich sowie touristisch intensiv genutzt, zeigte Greiter auf. „Wir haben kein Verständnis, dass das Komperdell-Gebiet jetzt auch der Lebensraum von Wölfen sein soll.“ Bedenklich sei, dass vorigen Herbst auch Rehe den Bautegreifern zum Opfer fielen – und zwar in Ortsnähe, so Greiter. Eine DNA-Analyse bestätige diesen Befund.

In Matrei i. O. stellt sich die Gemeindeführung vor die Bauern, die diese Woche fünf tote Schafe beklagten. Der Gemeinderat beschloss laut BM Andreas Köll eine Resolution an das Land, in der „effizientes Wolfsmanagement“ gefordert wird. (hwe, bcp)

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