Zusatzkosten für Ethikunterricht knapp 50 Mio. Euro

Die Zusatzkosten für den ab 2021/22 geplanten Pflicht-Ethikunterricht für Schüler ab der neunten Schulstufe, die nicht in Religion gehen, betragen im Endausbau 2026 knapp 50 Mio. Euro pro Jahr. Dazu kommen noch Ressourcen für die Qualifizierung der Lehrer an den Pädagogischen Hochschulen, heißt es im am Freitag ausgesandten Begutachtungsentwurf (Fristende: 3. Juli).

Das Fach Ethik soll nur für jene Schüler verpflichtend sein, die nicht den Religionsunterricht besuchen - entweder weil sie keiner Konfession angehören oder sich vom konfessionellen Religionsunterricht abgemeldet haben. Derzeit wird Ethik in dieser Form an 233 AHS und BMHS (berufsbildenden mittleren und höheren Schulen) als Schulversuch angeboten. Nun soll dieser ins Regelschulwesen überführt werden - für alle Schüler an AHS-Oberstufen, BMHS, Berufsschulen und Polytechnischen Schulen. Begonnen wird 2021/22 zunächst mit den neunten Schulstufen, im Jahr darauf folgen die neunten und zehnten usw. Der Endausbau wird dann 2025/26 erreicht sein.

Der Umfang des Ethikunterrichts beträgt zwei Wochenstunden. Er soll „möglichst zeitgleich“ mit dem Religionsunterricht jener Religionsgemeinschaft durchgeführt werden, der die höchste Zahl an Schülern der jeweiligen Schule angehört. Damit soll auch offenbar verhindert werden, dass sich Schüler nach dem angesetzten Zeitpunkt im Stundenplan für das eine oder andere entscheiden. Sind weniger als zehn Schüler einer Klasse zum Ethikunterricht verpflichtet, sind sie zunächst mit Schülern aus Parallelklassen, dann anderer Klassen der Schule zusammenzulegen.

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