Grenzöffnung zu Italien: Brief an Van der Bellen von Hoteliers aus Italien

Am Strand von Jesolo laufen letzte Vorbereitungsarbeiten. Jetzt fehlen nur noch die Gäste.
© AFP

Innsbruck, Wien, Jesolo – Die Aussage von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), wonach eine Grenz­öffnung zu Italien wegen der immer noch hohen Infektionszahlen derzeit nicht zu verantworten sei, hat Kritik ausgelöst. Nun haben Alberto Maschio, Präsident des Hotelierverbands von Jesolo, und Luigi Pasqualinotto, Chef des Fremdenverkehrsverbands Jesolo Venice, einen offenen Brief an Bundespräsident Van der Bellen geschrieben, in dem es u. a. heißt: „Wir sind bereit, österreichische Touristen wieder willkommen zu heißen.“

Die beiden Vertreter des bei österreichischen Urlaubern beliebten Badeortes Jesolo zeigen sich in dem Brief auch optimistisch, dass es bald zu einer Lösung im Streit um touristische EU-Korridore komme, gegen die sich Italien heftig wehrt: „Es müssen gemeinsame europäische Regeln gelten.“ Sie laden Delegationen aus österreichischen Bundesländern ein, sich vor Ort ein Bild zu machen. „Wir haben eine schwierige Zeit hinter uns, doch wir haben die Gewissheit, dass unsere österreichischen Freunde unsere Botschaft aufnehmen werden. Wer Italien hilft, hilft auch Österreich.“

LH Günther Platter (ÖVP) hatte sich in mehreren Interviews optimistisch gezeigt, dass es zeitnah zu Erleichterungen bei der Ein- und Ausreise nach Italien kommt, sofern die aktuellen Infektionszahlen das zulassen.

Zuversichtlich ist auch LH Arno Kompatscher in Südtirol. Er hofft, bis zum 15. Juni, dem Tag der Öffnung zwischen Österreich und Deutschland, zu ähnlichen Lösungen zu kommen, wie Österreich sie für Deutschland und die Schweiz angekündigt habe. Dies umso mehr, als Südtirol vergleichsweise gute Corona-Zahlen habe. (TT, mz)


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