Baumfällung für WSG-Trainingsareal war nicht bewilligungspflichtig

Anrainer kritisieren die Rodungen beim Wattener Sportareal.
© Domanig

Wattens – Die Abholzung einer Baumreihe im Zuge der Neuerrichtung des Trainingsgeländes durch die WSG Swarovski Tirol hat in Wattens für einige Kritik gesorgt.

Nachdem ein Anrainer, wie berichtet, die Tiroler Umweltanwaltschaft eingeschaltet hatte, befasst sich nun die Bezirkshauptmannschaft (BH) Innsbruck mit der Angelegenheit: „Ein Sachverständiger war am Freitagnachmittag vor Ort“, berichtet Peter ­Raggl, Leiter des Umweltreferats. Erste Ergebnisse liegen nun vor: „Die Baumreihe stand innerhalb eines eingefriedeten Grundstücks, nämlich des Sportplatzes, laut Tiroler Naturschutzgesetz bestand keine allgemeine Bewilligungspflicht für die Entfernung dieser Gehölzgruppe.“

Zu prüfen sei aber noch die Frage, ob bei den Arbeiten eine absichtliche Zerstörung von Vogelbrutstätten erfolgt sei oder diese billigend in Kauf genommen wurde. Da die BH bisher nicht ins Bauverfahren involviert war und daher nicht wisse, was die Marktgemeinde Wattens als Behörde im Vorfeld unternommen habe, hole man nun eine Stellungnahme der Kommune ein. „Falls etwas übrigbleibt, werden gegebenenfalls weitere rechtliche Schritte eingeleitet.“ (md)

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