„Das ist eine staatlich verordnete Krise“: Tirols Banken wehren sich

Tirols Banken wehren sich, Kritik an Aufsicht. Mehr faule Kredite, aber keine Bankenkrise. WK sieht jede dritte Firma gefährdet, Wertschöpfung sackt ab.

Bislang haben Tirols Banken unter anderem Überbrückungskredite im Ausmaß von rund 300 Millionen Euro abgewickelt.
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Von Max Strozzi

Innsbruck – Die wirtschaftliche Krise als Folge der politisch verordneten Corona-Maßnahmen werde tiefer sitzen und länger andauern. „Den V-Verlauf mit einem starken Einbruch und einer ebenso starken wie raschen Erholung, wie es uns die Politik vorhergesagt hat, wird es nicht geben“, sagt Tirols Wirtschaftskammer-Chefvolkswirt Stefan Garbislander: „Die Erholungsphase wird länger auf sich warten lassen – alleine im Tourismus muss man auch mit Ausfällen im Winter rechnen.“ Im Vergleich zur Finanzkrise vor zehn Jahren sei Tirol aufgrund des höheren Dienstleistungsanteils auch stärker betroffen. „Ein Viertel bis ein Drittel der Tiroler Betriebe sind gefährdet, je länger die Krise andauert“, warnt Garbislander. Im Vergleich zur Finanzkrise vor zehn Jahren sei Tirol nun aufgrund des höheren Dienstleistungsanteils – sprich Tourismus – auch stärker betroffen. Noch einen wesentlichen Unterschied gebe es im Vergleich zur Finanzkrise: „Jetzt ist es eine staatlich verordnete Krise. Man sieht, was passiert, wenn der Wirtschaftskreislauf zum Erliegen gebracht wird.“

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