„Eine Kuh lässt sich nicht abdrehen“: Corona-Krise trifft Tirols Bauern

Sennereien, Hof-Hotels, Bio- oder Almbauern – die Corona-Krise trifft viele Bereiche der Tiroler Landwirtschaft schwer. Während die Einnahmen stark sinken, scheint die Wertschätzung gegenüber dem Berufsstand zu steigen.

Auf den Feldern in Axams (im Bild der Bauer Joseph Happ) wird gearbeitet.
© Rudy De Moor

Innsbruck, Fließ, Westendorf, Stumm, Thaur – Auch Almwirt Leo Spiss von der 2017 Meter hoch gelegenen Gogles Alm bei Fließ muss die Corona-Verordnungen umsetzen. „Zum Glück haben wir eine große Terrasse, wo wir die Abstandsregeln mit den Tischen ohne Probleme einhalten können.“ Eigentlich müssten auch die Gäste eine Maske tragen, wenn sie den Almgasthof betreten oder auf die Toilette gehen, sagt der Wirt. „Aber das nehmen wir wirklich nicht so genau.“

Ernst ist die Lage aber allemal. Auch für Tirols Bauern und jene Betriebe, die eng mit der Landwirtschaft verknüpft sind. „Obwohl wir das Glück hatten, eigentlich die ganze Zeit arbeiten zu dürfen“, sagt Josef Hechenberger. Der Präsident der Tiroler Landwirtschaftskammer (LK) weiß genau, wie ernst die Lage in vielen Sektoren ist. Zahlreiche Betriebe haben mit gewaltigen Einbußen zu kämpfen. Ausbleibenden Einnahmen stehen hohe ständige Kosten gegenüber. „Anders als eine Maschine lässt sich eine Kuh nicht einfach abdrehen“, meint Hechenberger.

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