Herz-Jesu-Tag in Tirol: Ein Tag im Zeichen der Dankbarkeit

In Erinnerung an den 2013 verstorbenen Bischof Reinhold Stecher haben Wegbegleiter den Bischof-Stecher-Verein gegründet.
© gedachtnisverein

Innsbruck – Der Tag der Herzlichkeit am 19. Juni, dem Herz-Jesu-Tag, soll heuer trotz oder gerade wegen der Corona-Krise stattfinden. Zahlreiche Vereine und Organisationen haben sich in den vergangenen Jahren an der Initiative des Bischof-Stecher-Gedächtnisvereins für eine Kultur der Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Solidarität beteiligt. „Die Corona-Krise macht uns einmal mehr bewusst, wie dringend wir Herz und Herzlichkeit brauchen“, sagt Peter Jungmann, Initiator und Obmann des Vereins.

Die Krise habe aber auch deutlich gezeigt, wie groß in Tirol die Hilfsbereitschaft ist. „Es sind so viele, die in diesen Tagen der Logik des Herzens folgen, sich um andere bemühen, ihnen ihre Hilfe anbieten, dazu beitragen, die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, die Infrastruktur aufrechtzuhalten und die Krise gut zu bewältigen.“ Diesen „Heldinnen und Helden“ des Alltags gebühre ein großes Danke. Deshalb soll der Tag der Herzlichkeit heuer zu einem „Echo der Dankbarkeit“ werden. Weil viele Veranstaltungen unter den gebotenen Auflagen nicht möglich sein werden, sind alle teilnehmenden Organisationen und Vereine aufgerufen, kreative Lösungen zu finden.

Das Land Tirol erneuert am Tag der Herzlichkeit traditionell das Herz-Jesu-Gelöbnis. Der Gottesdienst in der Jesuitenkirche wird unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen gefeiert, der landesübliche Empfang entfällt. Die Blutspendeaktion im Innsbrucker Rathaus findet wie geplant statt, der Gedächtnisverein verteilt Grußkarten.

Der 2014 gegründete Bischof-Stecher-Gedächtnisverein hat allein im Vorjahr fast 40.000 Euro für Hilfsprojekte aufgebracht, die Gesamtspendensumme nähert sich der 200.000-Euro-Marke. Mit dem Geld wurde über „Licht ins Dunkel“ die Behinderteneinrichtung Arche Tirol unterstützt, über die Aktion „Wasser zum Leben“ Brunnenbauprojekte der Caritas in Mali. In Niger wurde der Bau eines Bildungszentrums für Mädchen unterstützt, in Tirol die Arbeit der Vinzenzgemeinschaften „Vinzibus“ – Essen auf Rädern für bedürftige Menschen – und der Verein „Straßenzeitung 20er“.

Um die Erinnerung an Bischof Stecher wachzuhalten, hat der Verein auch eine Homepage eingerichtet. Dort finden sich nicht nur eine Galerie seiner Bilder, sondern auch Leseproben zu sämtlichen Büchern, Predigten und Hirtenbriefen. Sie dokumentieren ein Stück Tiroler Kirchen- und Zeitgeschichte und sind es wert, nachgelesen zu werden. (TT)


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