22 tote Schafe: Gemeinde Serfaus setzt Notruf ab

Bürgermeister Greiter hat Petition verschickt: „Unsere Almen sind kein Lebensraum für den Wolf.“

Auf der Serfauser Komperdell-Alm wurden in drei Wochen 22 tote Schafe geborgen.
© Wenzel

Serfaus – Post aus dem Feriendorf Serfaus traf diese Woche bei den Tiroler Abgeordneten sowie zahlreichen behördlichen und bäuerlichen Interessenvertretern ein: Bürgermeister Paul Greiter hatte im Auftrag des Gemeinde­rates eine eindringliche Petition verschickt. Hintergrund sind 22 tote Schafe, die in den vergangenen drei Wochen auf der Komperdell-Alm aufgefunden wurden. Die meisten sind laut Amtstierarzt Eduard Martin – aufgrund der Bissspuren – von einem Wolf gerissen worden.

„Fast täglich erhöht sich die Schadensbilanz bei unseren Bauern“, zeigt Greiter auf und appelliert an die Empfänger der Petition: „Ich ersuche mit großem Nachdruck, alles zu unternehmen, um die Bevölkerung, die Land- und Almwirtschaft, den Tourismus und den ländlichen Raum vor dem gefährlichen Beutegreifer zu schützen.“

Die Gemeinde spricht sich in den Schreiben „für eine akute und unbürokratische Entnahme“ von Wölfen aus. Die dicht besiedelte und touristisch genutzte Region könne kein Lebensraum für den Beutegreifer sein. „Es braucht Mut zu Verordnungen des Landes zum Abschuss eines Wolfs“, ist in der Petition zu lesen. „Es muss möglich sein, dass unsere Bauern die Alm- und Weidewirtschaft gefahrlos betreiben können.“ Herdenschutzmaßnahmen seien in dem hochalpinen Gelände nicht realisierbar. (hwe)

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