„Projekt ist absolutes Neuland“: Kritik an Anlage für Wasserstoff in Völs

Für die geplante Wasserstofferzeugungsanlage von MPreis in Völs liegt mittlerweile die naturschutzrechtliche Bewilligung vor. Von Anrainern kommt weiter Kritik am Standort.

Mit Hilfe von Ökostrom will MPreis in Völs „grünen“ Wasserstoff produzieren, um die Produktionsbetriebe zu beheizen und langfristig die Lkw-Flotte auf Wasserstoffbetrieb umzurüsten.
© MPreis

Von Michael Domanig

Völs – Es ist ein – auch international – viel beachtetes Projekt: Wie mehrfach berichtet, plant die Firma MPreis in Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Partnern die Errichtung einer Wasserstofferzeugungsanlage in Völs. Damit soll nicht nur die CO2-neutrale Beheizung der direkt angrenzenden Produktionsbetriebe möglich werden, sondern langfristig auch die Umrüstung der gesamten Lkw-Flotte auf wasserstoffbetriebene Fahrzeuge. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 13 Mio. Euro.

Von Anrainern in der Völser Au kommt weiterhin Kritik am geplanten Standort. „Wir sind nicht gegen das Projekt, aber gegen die Errichtung der Elektrolyse-Anlage unmittelbar nördlich des Naturdenkmals Völser Gießen“, erklärt Anrainerin Anita Brandacher. MPreis solle das komplette Projekt südlich des Gießen verwirklichen, meint sie. „Da hat die Firma seit Jahren Grund angepachtet, da gäbe es keine Probleme.“ So aber entstehe eine über 9 m hohe Halle nahe am Gießen, die vor allem eine optische Beeinträchtigung bringe, den Blick auf „Bäume, Blumen und Fische“ verdecke.

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