Sommerschule für rund 2200 Tiroler Schüler fixiert

Im Gegensatz zu anderen Betreuungsangeboten ist die Sommerschule auf Schiene. Sie wird in den letzten beiden Augustwochen stattfinden.

Die Sommerschule soll richtig Spaß machen, außerdem bekomme­n die Kinder ein Mitarbeitsplus.
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Innsbruck –Im Gegensatz zu anderen Betreuungsangeboten ist die Sommerschule auf Schiene. Sie wird in den letzten beiden Augustwochen stattfinden. Laut Tirols Bildungsdirektor Paul Gappmaier sollen rund 2200 Schüler von dem freiwilligen und kostenlosen Angebot Gebrauch machen. „Vergangenen Mittwoch haben wir die Einladung an die Eltern in 18 Sprachen verschickt“, so Gappmaier. Wer sind die Adressaten für dieses Angebot, das helfen soll, Bildungslücken durch die Corona-Krise zu verkleinern? Es handelt sich um außerordentliche Schüler (1641) und um Risikoschüler in Deutsch (geschätzte 500 Kinder). Österreichweit geht man von 42.000 Schülern aus, die die Möglichkeit erhalten sollen, ihre Kenntnisse in Deutsch zu verbessern. „Es ist nicht vorgesehen, dass die Kinder normalen Unterricht mit Mathematik oder Englisch haben, es geht rein um die Verbesserung ihrer Deutschkompetenzen“, so Gappmaier.

Doch wie will man an betroffene Kinder der Volksschule und Sekundarstufe 1 herankommen? Oft waren diese auch während des Heim­unterrichts nur schwer zu erreichen. „Wir arbeiten hier intensiv mit den Lehrern und Schulpsychologen zusammen“, erklärt der Bildungsdirektor.

„Es ist das Ziel, dass immer ein Lehrer und ein Student zusammenarbeiten.“

Er erhofft sich vom Brief an die Eltern, dass viele die Chance erkennen und den Nachwuchs zur Sommerschule anmelden. Betreut werden die Schüler von Lehrpersonen, die das auf freiwilliger Basis übernehmen, und Lehramtsstudenten im fortgeschrittenen Semester. Letztere bekommen dafür ein Praktikum anerkannt. „Es ist das Ziel, dass immer ein Lehrer und ein Student zusammenarbeiten.“

Bis 22. Juni wird klar sein, wie viele das Angebot nützen, dann müssen die Standorte eingerichtet werden, da es nur Gruppen bis zu 15 Schüler geben darf. Betreuung ist an zehn Tagen von 8 bis 13 Uhr geplant. „Das ist aber kein Nachhilfeunterricht“, macht Werner Mayr, Leiter des pädagogischen Dienstes, klar.

Man setze auf innovativ­e Konzepte. Die Schüler sollen gemeinsam ein Projekt erarbeiten, etwa ein Buch mit ihren Aufsätzen oder ein kurzes Theaterstück. Noch einen Mehrwert soll es für die Teilnehmer zude­m geben: Sie starten mit einem fetten Mitarbeits­plus ins neue Schuljahr. (pla)


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