Baubescheid für die Umfahrung Fügen ist da

Fügener Bürgermeister hofft auf rasche Realisierung. Einsprüche gegen Bescheid gelten aber als sicher.

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BM Dominik Mainusch hält den Baubescheid für das B169-Projekt in Händen.
© Dähling

Fügen –Seit einer guten Woche ist er da, der rund 120 Seiten dicke Baubescheid für die Umfahrung Fügen bzw. Verlegung der Zillertalstraße. Lange hatte BM Dominik Mainusch darauf gewartet. „Den Gemeinderatsbeschluss dazu gibt es seit 2017, dann lag der Ball beim Land“, meint Mainusch. Nach der Straßenverhandlung 2018 dauerte es über ein Jahr, bis die Einigung mit Möbel Wetscher erfolgt sei, und nun seien wegen Corona wieder sechs Monate verstrichen. „Aber der Bescheid ist rechtlich extrem fundiert, alle Einsprüche wurden abgewiesen“, sagt Mainusch, der jetzt auch beim Land die ernsthafte Absicht erkenne, das Projekt rasch umzusetzen: „Ich habe die mündliche Zusage von LH Platter und LHStv. Geisler, dass das Projekt beim Konjunkturpaket 2021 berücksichtigt wird.“

Mainusch hofft auf einen Baustart im nächsten Jahr. Dass es innerhalb der sechswöchigen Auflagefrist zu Einsprüchen von Grundeigentümern kommt, gilt jedoch als sicher. Am Haus eines älteren Ehepaares wird die neue Trasse direkt vorbeiführen. Das Angebot, ihm ein neues Haus woanders zu errichten, wurde abgelehnt. Die Familie ist gegen das Projekt. Wenn es doch realisiert wird, fordert sie, dass die Straße beim Haus als Unterflur­trasse geführt wird. Dass das wegen der Zillerunterführung nicht möglich ist, bezweifelt die Familie. Ein weiterer Großbauer, dessen Grund für die Anbindung Hart gebraucht wird, denkt auch einen Einspruch nach. Man könne auch auf der nördlichen Seite des Leitnerbachs (auf Wetscher-Seit­e) auf großteils öffentlichem Gut die Anbindung realisieren, meint er. (ad)

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