Der Heimatdichter kommt nach Hause: Felix Mitterer zieht nach Schwaz

Felix Mitterer kehrt nach Tirol zurück. Im Juli übersiedelt der Dramatiker nach Schwaz. Erst vor wenigen Monaten war Mitterer aus dem Weinviertel nach Kaltern gezogen.

Felix Mitterer zählt zu den produktivsten und meistgespielten Dramatikern Österreichs.
© Böhm Thomas

Schwaz – Mit dem von ihm mitgegründeten Verein der Tiroler Volksschauspiele hat sich Felix Mitterer erst Mitte der Woche als „heimatlos“ erklärt, privat hat der meistgespielte Dramatiker des Landes ein neues Zuhause gefunden. Im Juli werden Mitterer und seine Frau Agnes nach Schwaz übersiedeln und dort eine Wohnung im Mathoi-Haus beziehen.

Erst vor wenigen Monaten war Mitterer aus dem Weinviertel nach Kaltern gezogen. Im niederösterreichischen Ravelsbach bewohnte Mitterer seit 2010 einen historischen Bauernhof, den er aufwändig – und dementsprechend kostenintensiv – restaurierte. „Der Hof hätte mich fast ruiniert. Jetzt steht er zum Verkauf“, sagt Mitterer. Vor seinem Umzug nach Südtirol habe er lange nach einer Bleibe in Nordtirol gesucht. Doch erst in Kaltern, einer „wunderschönen Übergangslösung“, habe ihn das Angebot des Schwazer Bürgermeisters Hans Lintner erreicht.

Im Mathoi-Haus, dem Schwazer Zentrum für Geschichte und Kultur, gibt es drei Wohnungen. Mitterer werde die dort übliche Miete bezahlen, erklärt Bürgermeister Lintner. Gerüchten, dass der Schriftsteller auf Gemeindekosten beherbergt werde, widersprach Lintner. Er freue sich, dass Mitterer, der von 1995 bis 2010 in Irland lebte, nicht nur nach Tirol zurückkehre, „sondern auch in den Bezirk, in dem er geboren wurde“, so der Bürgermeister.

Felix Mitterer kam 1948 in Achenkirch zur Welt – und wurde als Sohn einer Witwe und eines Kriegsflüchtlings von einem Bauernehepaar adoptiert. Der Autor arbeitet derzeit am fünften Teil seiner „Piefke Saga“. (jole)

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