Exklusiv

Immobilienmarkt in Tirol: „Keiner will jetzt verkaufen“

Immobilienmakler tun sich derzeit schwer. Die, die Immobilien haben, behalten sie, viele, die kaufen wollten, schrecken aufgrund der Krise zurück. Ausländische Käufer bleiben aus.

Die Bauträger, die vorwiegend für den Eigenbedarf der Käufer bauen, verzeichnen in der Corona-Krise sogar mehr Nachfrage. Der Immobilienmarkt sei schaumgebremst, meinen hingegen Makler.
© WK

Von Anita Heubacher

Innsbruck – „In Krisenzeiten hält man am Bestand fest“, sagt der Obmann der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer, Philipp Reisinger. Die alte Binsenweisheit trifft demnach auch in der Corona-Krise zu. Wer nicht unbedingt verkaufen muss, hält in unsicheren Zeiten am Betongeld fest.

In Innsbruck liege die Nachfrage nach Wohnungen im „akzeptablen Bereich“, wie Reisinger sagt. In Kitzbühel, wo Reisinger sein Büro hat, aber auch in Kufstein gebe es Nachfrage, „aber lange nicht so viel wie vor der Krise“. Das Interesse, sein Geld in Immobilien zu investieren, sei wohl da. „Aber Anleger sind nicht die Masse.“ Die Masse hat ein anderes Problem. Nämlich Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder ein drohender Jobverlust. In den Köpfen habe sich manifestiert, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise sich erst im Herbst besonders stark zeigen würden, meint Reisinger. „Das lässt potenzielle Käufer zurückschrecken.“ Den Rest besorgen die Banken. Auch die würden vorsichtiger agieren.

Exklusiv

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte