Herz-Jesu-Prozessionen mit Abstand, Wahl von neuem Schützenchef

Der scheidende Schützenchef glaubt an viele Herz-Jesu-Prozessionen. Tiefenthaler selbst wird dabei nicht mehr an der Spitze der Schützen stehen, denn am Samstagnachmittag wird ein neuer Landeskommandant gewählt.

Landesschützenkommandant Fritz Tiefenthaler hatte in Weerberg seinen letzten großen Auftritt an der Spitze der Tiroler Schützen.
© Gemeinde Weerberg/Mayr

Innsbruck – Für Fritz Tiefenthaler wird es ein besonderer Herz-Jesu-Sonntag sein. Denn morgen ist alles anders für den scheidenden Tiroler Schützenkommandanten. Die Herz-Jesu-Prozessionen finden heuer unter den Corona-Sicherheitsmaßnahmen statt, aber Tiefenthaler geht trotzdem davon aus, „dass es sie in vielen Gemeinden geben wird“. Kleiner, reduzierter und vor allem mit Abstand. „Aber die Herz-Jesu-Prozession hat für die Schützenkompanien eine besondere Bedeutung. Sollte das Wetter passen, dürften vielfach Feldmessen gefeiert werden.“

Tiefenthaler selbst wird dabei nicht mehr an der Spitze der Schützen stehen, denn heute Nachmittag wird ein neuer Landeskommandant gewählt. Entweder wird Thomas Saurer aus Axams oder sein Stellvertreter, Christian Meischl aus Lans, seine Nachfolge antreten. Gestern machte Tiefenthaler bei der traditionellen Herz-Jesu-Prozession am Weerberg sozusagen seinen Abschiedssalut.

Innsbrucks Bischof Hermann Glettler rief gestern während eines Pressegesprächs die „alltagsrelevante und krisentaugliche Spiritualität“ des Festes in Erinnerung. „Auch wenn das manchmal von einer Schlacke an Kitsch und fehlgeleitetem Patriotismus zugedeckt wird.“ Im Jahr 1796 hätten die Tiroler ihr Land in höchster Not dem Herz Jesu anvertraut und auch jetzt, in den herausfordernden Zeiten der Corona-Krise, können sie sich ihm wieder zuwenden, sagte Glettler. (pn, bfk)


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