Polizei stuft Angriff in Reading als „terroristisch“ ein

Die britische Polizei hat einen Messerangriff in der südenglischen Stadt Reading mit drei Toten offiziell als Terrorismus eingestuft. Bei der Attacke am späten Samstagabend in einem Park seien auch drei Menschen verletzt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 25-jährige Tatverdächtige sei unter Mordverdacht festgenommen worden.

Der Täter war am Samstag in Forbury Gardens auf die dort anwesenden Menschen losgegangen und hatte wahllos auf seine Opfer eingestochen. „Dies ist ein wirklich tragischer Vorfall, und die Gedanken der Thames-Valley-Polizei sind bei all den Betroffenen“, sagte Polizeichef John Campbell.

Britische Medien hatten zuvor berichtet, dass es sich um eine Tat mit terroristischem Hintergrund handeln könnte. Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge soll der festgenommene 25-Jährige Libyer sein.

Großbritannien war in den vergangenen Jahren mehrfach von islamistischen Anschlägen erschüttert worden. Anfang Februar verletzte ein vorzeitig aus der Haft entlassener Islamist drei Passanten in London mit einer Stichwaffe, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Ende November erstach ein Angreifer auf der London Bridge zwei Menschen und verletzte mehrere weitere, bevor er von Polizisten erschossen wurde. Die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) reklamierte beide Angriffe für sich.

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