UNESCO: 258 Millionen Kinder gehen nicht in die Schule

Mehr als 250 Millionen Kinder weltweit haben nach Angaben der UNESCO keinen Zugang zu Bildung. Das geht aus dem Weltbildungsbericht der UNO-Organisation hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Demnach besuchten im Jahr 2018 geschätzte 258 Millionen Kinder, Heranwachsende und Jugendliche keine Schule. Die Zahl ist seit der Jahrtausendwende zurückgegangen. Damals lag sie bei 350 Millionen.

„Armut wirkt sich auf Anwesenheit, Abschluss und Lernchancen aus“, heißt es in dem Bildungsbericht. Trotz Fortschritten bei der Reduktion extremer Armut, besonders in Asien, sei jeder zehnte Erwachsene und jedes fünfte Kind davon betroffen - in Afrika südlich der Sahara sogar jedes zweite Kind.

In dem Bericht kommt die UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation außerdem zu dem Schluss, dass neben den vielen Kindern ohne Bildungszugang auch „Millionen andere (...) aufgrund ihrer Herkunft, Identität oder einer Behinderung innerhalb des Bildungssystems ausgegrenzt“ und von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen seien. So sei beispielsweise in einem Viertel aller Länder weltweit getrennte Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung gesetzlich vorgeschrieben. Auch Minderheiten und Geflüchteten werde der Zugang zu hochwertiger Bildung in vielen Ländern der Welt nicht hinreichend gewährt.

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