Indien und China einigen sich auf Abzug aus Grenzregion

Indien und China haben sich eine Woche nach dem Zwischenfall an ihrer Grenze auf einen Abzug ihrer Truppen aus dem heftig umstrittenen Gebiet im Himalaya verständigt. Darauf hätten sich Militärvertreter beider Seiten in einem „positiven und konstruktiven“ Gespräch geeinigt, verlautete am Dienstag aus Kreisen der indischen Regierung.

„Die Modalitäten für einen Abzug aus allen umstrittenen Gebieten im Osten der Region Ladakh wurden besprochen und von beiden Seiten vorangetrieben.“ Die Beratungen hätten mehrere Stunden gedauert.

Am Montag vergangener Woche war es nach indischer Darstellung zu einer Schlägerei zwischen Soldaten beider Staaten gekommen, bei der mindestens 20 indische und auch chinesische Soldaten ums Leben gekommen sein sollen. China machte keine Angaben zu eigenen Opfern. Die beiden Staaten machten sich gegenseitig für den Zwischenfall im westlichen Himalaya verantwortlich und warfen einander Provokation vor.

China und Indien hatten sich 1962 einen kurzen Grenzkrieg geliefert. Sie haben die Streitigkeiten über den Grenzverlauf im Himalaya seither nicht beigelegt. Schüsse sind in den vergangenen Jahren nicht gefallen, es kam aber immer wieder zu Handgreiflichkeiten.

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