Schwazer Bürgermeister: „Mitterer zahlt nicht mehr oder weniger“

In Schwaz wurde darüber diskutiert, ob der Autor Felix Mitterer nur einen „Freundschaftspreis“ oder womöglich gar nichts für die städtische Wohnung im Mathoi-Haus zahle.

Mitte Juli soll Felix Mitterer in eine von drei Wohnungen des historischen Mathoi-Hauses der Stadt Schwaz einziehen.
© Stadtarchiv

Schwaz – Die Nachricht, dass Felix Mitterer bald nach Schwaz zieht, verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Neben den vielen freudigen Stimmen gab es aber auch einige kritische. Vor allem wurde in den letzten Tagen in Schwaz darüber diskutiert, ob Mitterer nur einen „Freundschaftspreis“ oder womöglich gar nichts für die städtische Wohnung im Mathoi-Haus zahle.

BM Hans Lintner (ÖVP) dementiert auf Anfrage der TT: „Mitterer zahlt nicht mehr oder weniger Miete als die anderen im Mathoi-Haus.“ Er betont, dass es sich zwar um eine große Altbauwohnung handle, aber ohne Lift, Parkplatz und Balkon. Laut Lintner habe der Schriftsteller ein „altes Objekt mit Geschichte“ gesucht. Wie groß die Wohnung ist und wie viel die Miete beträgt, dürfe er aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht offenlegen.

Auch VBM Victoria Weber (SPÖ) bestätigt, dass man im Stadtrat auf eine angemessene Miete gepocht habe. Wie hoch diese sei, wisse sie aber nicht. „Das liegt im Ermessen des Bürgermeisters. Aber geschenkt wird Mitterer die Wohnung nicht“, sagt Weber.

Dennoch dürfte die Miete wohl deutlich unter den ortsüblichen Preisen für modernere Bauten der Silberstadt liegen. Zum einen, weil es eine Stadtwohnung ist, wo laut BM Lintner zuvor zur Zwischenmiete auch ein Handballer günstig einquartiert war. Zum anderen, weil es laut Lintner eben ein Altbau mit gewissen Abstrichen sei. „Mitterer zahlt eine dort übliche Miete“, erklärt Lintner. (emf)


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