Knapp 4.900 lukrierten in Coronakrise Sonderbetreuungszeit

Die Politik hat Personen, die in der Coronakrise wegen Betreuungspflichten nicht arbeiten konnten, eine Sonderbetreuungszeit gewährt. Allzu viele Menschen nahmen dieses Angebot, das die Genehmigung des Dienstgebers bedurfte, nicht in Anspruch. Knapp 4.900 waren es bis 25. Mai, geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) an die FPÖ hervor.

Das gleich zu Beginn der Coronakrise erarbeitete Modell sah so aus, dass Arbeitnehmer - die Zustimmung des Dienstgebers vorausgesetzt - (bis maximal Ende Mai) drei Wochen frei nehmen konnten, wenn sie angesichts von Schul- und Kindergartenschließungen keine Möglichkeit zur Betreuung von Kindern oder Behinderten haben. Ein Drittel der Lohnkosten übernahm der Staat. Ausgenommen waren u.a. öffentlich Bedienstete und freie Dienstnehmer.

Letztlich waren es laut einer Aufstellung der Bundesbuchhaltungsagentur 4.874 Personen, die die Sonderbetreuungszeit bis 25. Mai in Anspruch nahmen. 3.502 davon waren Frauen. Daheim betreut werden konnten über dieses Modell 5.490 Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. Bei Menschen mit Behinderungen waren es 30, bei pflegebedürftigen Personen 22.

Die gesamt möglichen drei Wochen Betreuungszeit haben vergleichsweise wenige Personen in Anspruch genommen, nämlich nur 514. Sehr gering ist die Zahl der endgültig abgelehnten Anträge, es waren lediglich vier.

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An Förderbeträgen wurden zum Stand 25. Mai 365.257,61 Euro zur Auszahlung gebracht. Budgetiert waren bis zu 2,5 Millionen.


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