ÖFB nach Lockerungs-Ankündigungen: „Meilenstein“

Die am Mittwoch von der Bundesregierung bekanntgegeben Lockerungen unter anderem für den Sportbereich haben bei heimischen Fußballverband ÖFB für hörbares Aufatmen gesorgt. „Man kann von einem echten Meilenstein sprechen. Ich bin sehr glücklich, dass nun alle 2.200 Fußballvereine in Österreich und der gesamte Teamsport nun wieder eine echte Perspektive haben“, erklärte ÖFB-Präsident Leo Windtner.

„Ich danke allen, die in den letzten Wochen und Monaten hart dafür gearbeitet haben, dass dieser Re-Start ermöglicht werden konnte“, sagte Windtner in der ÖFB-Aussendung weiter. Ähnlich äußerte sich ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel: „Es ist sehr erfreulich, dass in Österreich mit 1. Juli wieder vollumfänglich Fußball gespielt werden kann. Alle Spielerinnen und Spieler brennen nach der langen Pause darauf, endlich wieder auf dem Feld zu stehen. Das gilt für den Breitensport ganz genauso wie für den Spitzen- und Nachwuchsbereich.“

Wie die Regierung bekannt gab, soll ab 1. Juli ein uneingeschränkter Trainings- und Spielbetrieb in allen Leistungsstufen möglich sein. In puncto Zuschauer sind ab 1. Juli drinnen 250 und draußen 500 Personen erlaubt, mit 1. August erhöhen sich diese Zahlen auf 500 beziehungsweise 750. Legt der Veranstalter ein entsprechendes Sicherheitskonzept vor, steigen die möglichen Kapazitäten nochmals auf 1.000 respektive 1.250 Personen. Ab 1. September sollen dann - wie bei allen Veranstaltungen im Freien - bis zu 10.000 Zuschauer in die Stadien können. Der Fußball trete bei der konkreten Festlegung in Bezug auf die einzelnen Arenen für „größtmögliche Praxisnähe“ ein, hieß es vonseiten des ÖFB.

Für die Wiener Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl hängt die Frage, ob derartige Lockerungen in dem Bereich vertretbar sind, „massiv von den Zahlen ab“. Man müsse die Verbreitung bis dahin sehr genau im Auge behalten. „Die Zahlen müssen es sozusagen auch im August noch hergeben“, sagte die Wissenschafterin vom Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität (MedUni) Wien am Mittwoch zur APA. Die aktuellen Erfahrungen im Zusammenhang mit der aufgrund mittlerweile mehrerer positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getesteten Tennisspieler abgebrochenen Adria-Tour des Weltranglistenersten Novak Djokovic zeigten, dass weiter Vorsicht geboten ist.


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