Kritik an Sommerschulwochen des Landes

Innsbruck – „Versemmelt“ habe das Land Tirol die „Sommerschulwochen“. Zu diesem Ergebnis kommt SPÖ-Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr. Demnach seien Schulleitungen und Schulerhalter über die Pläne des Landes erst am Freitag informiert worden, am Montag und Dienstag mussten die Schulleiter die Elternbriefe samt Anmeldeformular an die Familien der 6500 Schulkinder übermitteln. „Und gestern Mittwoch erhalten die Gemeinden ein Schreiben der Landesbildungsdirektion, welches darüber informiert, dass an Standorten, an denen ohnedies eine Ferienbetreuung angeboten wird, diese Bedarfserhebung und Anmeldung nun doch nicht nötig sei“, ärgert sich Mayr. Die Idee einer Sommerbetreuung selbst sei gut, „jedoch viel zu spät initiiert worden und dann noch ohne mit den dafür notwendigen Partnern vorher zu sprechen“.

Wie berichtet, hat das Land Tirol angekündigt, eine halbe Million Euro für ein weitreichendes Sommerbetreuungsangebot in die Hand nehmen zu wollen. „An jenen Schulstandorten, an denen Ferienbetreuungsangebote bereits bestehen, treten wir mit unserem Angebot natürlich nicht in Konkurrenz, ganz im Gegenteil. Wir sehen unser Angebot als Ergänzung“, erklärt Bildungslandesrätin Beate Palfrader das Angebot des Landes Tirol.

„Anstatt mit Standardfloskeln wie ,zu wenig informiert, zu kurzfristig’ dieses Sommerpaket schlechtzureden, soll SPÖ-Stadträtin Mayr ihre eigenen Hausaufgaben machen. Nach wie vor ist es in der Stadt so, dass Eltern, die auf der Suche nach Kinderbetreuungsplätzen sind, als Bittsteller behandelt werden. Sie werden durch die ganze Stadt geschickt, um am Ende zu erfahren, dass sie auf irgendwelchen Wartelisten geparkt werden“, so Palfrader.

Mayr solle sich im Interesse der Kinder konstruktiver in der Zusammenarbeit zwischen Land und Stadt einbringen – „mehr Sachpolitik und weniger parteipolitisches Hickhack wäre in der Corona-Krisenzeit durchaus angebracht“, sagt Palfrader. (TT)

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