Weltweit mehr als 475.000 Menschen an Corona gestorben

Weltweit sind bereits mehr als 475.000 Menschen mit oder an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies ergab am Mittwoch eine Zählung basierend auf Behördenangaben. Damit verdoppelte sich die Zahl der Corona-Toten in weniger als zwei Monaten auf nun 477.117. Rund um den Globus wurden 9.263.743 Infektionen mit dem Coronavirus registriert.

Europa bleibt mit 193.800 Toten und 2.557.761 Infektionsfällen von den absoluten Zahlen her die am stärksten von der Pandemie betroffene Region. Das Virus breitet sich jedoch schnell in Lateinamerika aus, wo bisher 100.378 Menschen starben. Die Zahl der offiziell Infizierten beläuft sich dort auf 2.163.835. Das am stärksten betroffene Land weltweit sind die USA, gefolgt von Brasilien und Russland.

Die Zahl der amtlich bestätigten Infizierten in Russland stieg über die Marke von 600.000. Zuletzt seien 7.176 neue Fälle hinzugekommen, die Gesamtzahl klettere damit auf 606.881, teilen die Behörden mit. Die Zahl der Todesfälle in Russland sei binnen 24 Stunden um 154 auf 8.513 gestiegen.

Gesundheitsexperten warnen eindringlich vor einer zweiten Infektionswelle in Großbritannien. Es bestehe ein „echtes Risiko“, schrieben sie in einem am Mittwoch vom „British Medical Journal“ veröffentlichten Brief. Sie kritisierten damit die bisher umfangreichste Lockerung der Pandemie-Maßnahmen in England. Premier Boris Johnson hatte sie am Vortag bekanntgegeben.

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Es müsse nun schnell gehandelt werden, um noch mehr Todesopfer und Verluste für die Wirtschaft zu verhindern, fordern die Experten in einem offenen Brief an die Parteispitzen. Den Appell unterschrieben unter anderem die Präsidenten medizinischer Fachgesellschaften.

Pubs, Restaurants, Hotels, Museen, Galerien, Kinos, Bibliotheken, Friseursalons und Kirchen dürfen unter bestimmten Auflagen ab 4. Juli wieder in England öffnen. Gleichzeitig hatte Johnson angekündigt, die Abstandsregel von zwei Metern auf einen Meter zu verringern. Die neuen Maßnahmen gelten nur für England. Jeder Landesteil in Großbritannien bestimmt über seine eigenen Maßnahmen.

Während der Pandemie starben in 21 Ländern Europas im März und April etwa 140.000 Menschen mehr als im Durchschnitt dieser beiden Monate in den Jahren 2016 bis 2019. Das teilte die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch auf Grundlage von Daten aus diesen 21 Staaten mit, die überwiegend zur EU zählen. Besonders stark betroffen war demnach die Altersgruppe ab 70 Jahren. 90 Prozent der zusätzlich Verstorbenen stammen dem Bericht zufolge aus dieser Gruppe. Unter ihnen waren mehr Männer als Frauen.

Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus sah auch US-Chefvirologe Anthony Fauci sein Land in einer entscheidenden Phase. Die nächsten zwei Wochen seien „entscheidend für unsere Fähigkeit“, mit dem Anstieg der Infektionszahlen in Bundesstaaten wie Florida und Texas umzugehen, sagte der Berater von US-Präsident Donald Trump am Dienstag im Kongress in Washington.

Zugleich versicherte Fauci, dass Trump ihn und andere Vertreter der Gesundheitsbehörden niemals angewiesen habe, die Corona-Tests einzuschränken. „Tatsächlich werden wir mehr Tests machen“, fügte er hinzu. Das Infektionsgeschehen hat sich mittlerweile vom einstigen Pandemie-Epizentrum New York und dem Nordosten der USA in den Süden und Westen des Landes verlagert. Am Dienstag stieg die Opferzahl um knapp 800 auf 121.000.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch mit 191.449 angegeben - ein Plus von 587 seit dem Vortag. Zudem wurden 8.914 Todesfälle und damit 19 mehr als am Vortag registriert. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 176.300.

Im Iran starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums fast 10.000 Menschen. In den vergangenen 24 Stunden seien 133 Corona-Patienten ums Leben gekommen, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari am Mittwoch im Staatsfernsehen. Im selben Zeitraum habe es mehr als 2.500 Neuinfektionen gegeben.

Damit liege die Zahl der Todesopfer aktuell bei 9.996 und die der Infizierten bei 212.501. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang der Infektionen Ende Mai hat der Iran die Anti-Corona-Maßnahmen gelockert. In fast allen Branchen wurde seitdem die Arbeit wieder erlaubt. Nach Ansicht von Experten ist dies der Hauptgrund für den erneuten Anstieg der Fallzahlen.


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