Österreichische Reisewarnung nur für zwei Landkreise in NRW

Das Außenministerium hat am Donnerstag die wegen des massiven Coronavirus-Ausbruchs beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies verhängte partielle Reisewarnung für das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen wieder aufgehoben und auf die beiden Landkreise Gütersloh und Warendorf beschränkt. Zuvor hatte es Kritik aus Deutschland an der österreichischen Entscheidung gegeben.

Die zuständigen deutschen Behörden hätten „nun tiefgreifende Maßnahmen gesetzt, um eine weitere Ausbreitung über die beiden Landkreise hinaus zu verhindern“, begründete das Außenministerium am Donnerstag die Entscheidung in einer Stellungnahme. „So wurde ein neuerlicher Lockdown für die beiden Landkreise erlassen, die Einhaltung der Quarantänemaßnahmen wird streng kontrolliert, die Testungen wurden massiv ausgedehnt“, hieß es.

„Diese raschen und umfassenden Maßnahmen erlauben uns, unsere Reisewarnung zu präzisieren: Die partielle Reisewarnung (Stufe 5) wird auf die Landkreise Gütersloh und Warendorf beschränkt“, teilte das Außenministerium mit. Weiterhin sei das Außenministerium in Kontakt mit den deutschen Behörden und die Situation werde laufend evaluiert.

Zuvor hatte es Kritik aus Deutschland an der partiellen Reisewarnung für das ganze deutsche Bundesland gegeben. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet meinte am Mittwochabend bei „Bild live“: „Als in Ischgl mal etwas passiert ist, haben wir nicht eine Reisewarnung für ganz Österreich ausgesprochen“, und auf Nachfrage: „Ich glaube nicht, dass Gütersloh schlimmer ist als Ischgl.“

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