Finish in deutscher Liga: Gerangel um Rang 16 und Europacup

Der FC Bayern ist wie gewohnt Meister, Vizemeister Borussia Dortmund und RB Leipzig sind für die Champions League qualifiziert. Am Tabellenende steigt der SC Paderborn ab. Vor dem Finale in der deutschen Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) sind schon wichtige Entscheidungen gefallen - aber längst nicht alle. So will Werder Bremen noch den Sprung auf den Relegationsplatz schaffen.

Der Empfang der Meisterschale ist für die Profis des FC Bayern ein seit 2013 alljährlich wiederkehrendes Ereignis. Aber die Ehrung für Titel Nummer 30 wird trotzdem eine neue Erfahrung für Kapitän Manuel Neuer, David Alaba und Co. sein. Schließlich wird die Zeremonie nach dem Abpfiff der Geisterpartie gegen Wolfsburg in der Volkswagen Arena in Corona-Zeiten ohne Publikum über die Bühne gehen. Sportlich kann das Meister-Ensemble von Trainer Hansi Flick eine Woche vor dem DFB-Cupfinale gegen Leverkusen in Berlin auch noch ein Ziel verfolgen: Vier Treffer fehlen zur 100-Tore-Marke, fünf sind es bis zum Ligarekord der Gerd-Müller-Bayern der Saison 1971/72.

Mönchengladbach könnte derweilen Lukratives schaffen: Die Borussia hat beste Chancen, in die Champions League einzuziehen. Dafür könnte schon ein Punkt gegen Hertha BSC reichen. Bayer Leverkusen als Haupt-Konkurrent hat zwei Punkte und neun Tore Rückstand. „Wir wissen um die Aufgabe und um die große Chance, die wir in der eigenen Hand haben. Die Voraussetzungen sind klar“, sagte Trainer Marco Rose.

Außer dem Verlierer des Duells zwischen Gladbach und Leverkusen werden Oliver Glasners Wolfsburger und die punktgleichen Hoffenheimer in der Europa League spielen. Wolfsburg will gegen die Bayern Rang sechs verteidigen, der den direkten Einzug in die Gruppenphase bedeutet. Hoffenheim würde daher gern noch vorrücken, steht in Dortmund aber vor einer schweren Aufgabe.

Im Kampf um den Relegationsplatz zwischen Düsseldorf und Bremen muss Werder den 1. FC Köln schlagen und auf einen Ausrutscher der Fortuna hoffen. Diese spielt beim geretteten 1. FC Union Berlin und machte in den vergangenen Wochen den stärkeren Eindruck als Bremen. Die Fortuna liegt auf dem Relegationsplatz zwei Punkte und vier Tore vor den Norddeutschen. Werder darf weiter hoffen. Trainer Florian Kohfeldt appellierte an die Fans, nicht vor das Weser-Stadion zu kommen. „Es ist in diesen Zeiten nicht möglich, deshalb bitte ich schweren Herzens, dass alle zu Hause bleiben“, sagte Kohfeldt.

Auf Schalke warten alle auf das Ende der Saison. Gewinnen die Gelsenkirchner auch in Freiburg nicht, wäre es das 16. Spiel hintereinander ohne Sieg. Trainer David Wagner sehnt einen positiven Abschluss herbei. „Unabhängig von unserer Serie ist es um ein Vielfaches schöner, mit einem positiven Erlebnis in die Sommerpause zu gehen“, sagte er. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies steht wegen der Corona-Ausbruchs in seiner Fleisch-Firma unter Druck, der Vorstand wegen einiger Fehlentscheidungen und die Mannschaft wegen der Misserfolge.


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