Salzburg will sich auch von Hartberg nicht stoppen lassen

Salzburg will am Sonntag (17.00 Uhr) mit einem Heimsieg gegen Hartberg dafür sorgen, dass man vorzeitig als Fußball-Bundesliga-Meister feststeht, sofern der LASK nicht weitere Punkte am „Grünen Tisch“ zurückerhält. Die acht Zähler dahinter liegenden Linzer hoffen gegen den WAC auf den vierten Sieg in Folge. Der Dritte Rapid kämpft bei Sturm Graz um Rehabilitation für das Heim-2:7 gegen Salzburg.

Außenseiter Hartberg hat bisher sämtliche drei Auswärtsspiele in der Meistergruppe gewonnen, soll für die „Bullen“ aber trotzdem nicht zum Stolperstein werden. Vor knapp drei Wochen feierten die Salzburger einen klaren 6:0-Erfolg in Hartberg. „In Hartberg war es beim 6:0 einfach, aber wir müssen trotzdem bereit sein und brauchen eine gute Leistung“, warnte Salzburg-Coach Jesse Marsch. Bei einem weiteren Treffer wäre die 100-Tor-Marke erreicht. Auf die Steirer wartet eine Mammutaufgabe. „Wir werden versuchen, so unangenehm wie möglich für sie zu sein“, versprach Hartberg-Coach Markus Schopp.

Für den zweitplatzierten LASK geht es theoretisch noch um den Meistertitel, viel wichtiger ist aber der Blick nach hinten. Rapid lauert einen Zähler dahinter, der WAC ist fünf Punkte entfernt. Der LASK kann also mit einem Sieg den dritten Platz, der einen Startplatz in der Europa-League-Gruppenphase bringt, mathematisch absichern. „Wir sind voll auf Schiene. Jetzt wollen wir diesen Schritt vollziehen am Sonntag“, gab LASK-Trainer Valerien Ismael die Marschroute vor.

Der WAC will das unbedingt verhindern. „Wir fahren zum LASK, um zu gewinnen. Wir sind gegen die Topteams Salzburg und LASK bis jetzt dreimal ungeschlagen. Warum sollte uns das nicht auch ein viertes Mal gelingen?“, blickte WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer optimistisch nach vorne.

Vier Zähler fehlen seinem Team auf Rapid. Bei den Wienern war nach der historischen Schmach gegen Salzburg dieser Tage Wunden lecken angesagt .“Natürlich ist eine solch hohe Niederlage wie am Mittwoch alles andere als angenehm, aber wir haben nicht die Zeit, jetzt tagelang darüber zu diskutieren. Entscheidend wird sein, wie wir uns präsentieren, denn auch in Graz werden wir eine gute Leistung benötigen, um zu punkten“, sagte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer.

Die jüngsten vier Partien gegen die Grazer wurden nicht verloren. Am 7. Juni gab es in Wien einen klaren 4:0-Heimsieg. Da war noch Nestor El Maestro im Amt. Der wurde am Donnerstag aber ausgetauscht, interimistisch fungiert bis Saisonende Thomas Hösele bei Sturm als Cheftrainer. „Die Jungs machen einen tollen Eindruck. Jetzt gilt es, alles zu unternehmen, damit wir die drei Spiele möglichst erfolgreich gestalten“, meinte der 51-Jährige. Nicht mehr dabei ist Lukas Spendlhofer, laut Sportchef Andreas Schicker aus „sportlichen Gründen“. Nach 29 Runden liegt Sturm auf dem sechsten Platz, auf Hartberg und die Europacup-Chance fehlen vier Punkte.


Kommentieren


Schlagworte