Präsidenten-Wahl in Island läuft

Auf der Nordatlantik-Insel Island hat die Wahl des Präsidenten für die kommenden vier Jahre begonnen. Die Isländer können sich noch bis zum späten Abend entscheiden, ob sie ihr Kreuz bei Amtsinhaber Gudni Jóhannesson oder seinem einzigen Herausforderer, dem Geschäftsmann Gudmundur Franklín Jónsson, setzen wollen.

Jóhannesson ist seit 2016 isländischer Präsident und gilt in der Bevölkerung als sehr beliebt. Umfragen sagten ihm vor der Wahl mehr als 90 Prozent der Stimmen voraus. Der Präsident in Island hat eine weitgehend repräsentative Rolle, er kann allerdings das Inkraftsetzen von Gesetzen verhindern und Referenden dazu ansetzen. Die Corona-Pandemie wird den Urnengang in Island kaum beeinflussen. In dem 365.000-Einwohner-Land sind derzeit weniger als zehn Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Island gehört nicht zur Europäischen Union, dafür aber ebenso wie Norwegen und Liechtenstein zum Europäischen Wirtschaftsraum. Auf der Insel werden alle vier Jahre Präsidentenwahlen abgehalten, sofern es mehr als einen Kandidaten gibt. Jóhannesson hatte in seiner Neujahrsansprache angekündigt, sich der Wiederwahl zu stellen.

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