MCI-Livetalk mit AmaWaterways-Chef: „Wir werden diese Krise überstehen“

Rudi Schreiner, Präsident des Flusskreuzfahrt-Unternehmens AmaWaterways in Los Angeles, berichtet im MCI-Livetalk über Reisen vor und während der Corona-Pandemie.

Andreas Altmann, Rektor des MCI Innsbruck, spricht mit AmaWaterways-Chef Rudi Schreiner.
© MCI

Innsbruck – Geld sei nie eine Motivation für ihn gewesen, meint Rudi Schreiner. Er ist Mitbegründer des River-Cruises-Unternehmens AmaWaterways. „Nice to have“, sagt er, und erzählt von seiner ersten Asienreise, für die er ein Budget von insgesamt 500 Dollar zur Verfügung hatte, wovon er auch noch ein Auto für die Reise kaufen konnte.

Schreiner, wurde in Wien geboren, er ist Präsident und Mitbegründer eines der bekanntesten und für seine besonders schönen Schiffe bekannten River-Cruises-Unternehmens AmaWaterways. Im MCI-Livetalk erzählt er von seinen ersten Reisen, die sein ganzes späteres Leben prägten und schließlich 2002 in die Gründung von AmaWaterways mündeten. Es sind vor allem Amerikaner, die auf den großen europäischen Flüssen „Good Old Europe“ bereisen. AmaWaterways stehe gut da, berichtet Schreiner, man sei praktisch schuldenfrei, was es möglich mache, auch einen „Worst Case“, wie etwa die Corona-Krise, zu überstehen. Mit der man nicht gerechnet habe. Denn eigentlich sei die Sorge um die Natur und die Folgen des Klimawandel groß gewesen.

Dass etwa durch ein Abschmelzen der Gletscher der Grundwasserspiegel sinke. Daher sei der „Worst Case“ für AmaWaterways Niedrigwasser – weil die Schiffe für längere Zeit stillstehen würden. Nun kam der befürchtete Stillstand jedoch wegen Corona. Obwohl man bereits wusste, was in so einem Fall zu tun sei, waren die ersten beiden Wochen der Corona-Krise die schwierigste Zeit in der Geschichte von AmaWaterways, es waren tiefgreifende Entscheidungen zu treffen. Es habe aber nicht „diesen einen Moment“, in dem man die große Entscheidung trifft, gegeben, sondern man machte sich ein Gesamtbild von der Lage, die Entscheidungen ergaben sich daraus. Das Reisegeschäft sowie die Wirtschaft generell würden sich erholen, glaubt Schreiner, auch wenn dies noch einige Zeit dauern könne.

Zur Sicherheit der Menschen würde eine Impfung aber helfen. Die Corona-Krise bringe auch Verschiebungen in der Wirtschaft mit sich, Entwicklungen, die normalerweise fünf oder sechs Jahre dauern würden, gehen nun in kürzester Zeit über die Bühne. Schreiner bleibt aber positiv: „Wichtig ist es, das Leben zu genießen und zu versuchen, das Bestmögliche aus seinem Leben zu machen.“ Und zur Zukunft von AmaWaterways sagt Schreiner: „Ich sehe unsere Zukunft absolut positiv. Wir werden diese Krise überstehen.“ (TT)

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