Motivsuche nach Messerattacke in Glasgow

Nach der Messerattacke in einem Hotel im schottischen Glasgow mit sechs Verletzten herrscht weiter Unklarheit über das Motiv des Täters. Die Ermittlungen dauerten an, teilte die Polizei mit. Am Freitag hatte ein Mann im Park Inn Hotel im Stadtzentrum sechs Menschen verletzt und war anschließend von der Polizei erschossen worden. Vor der Attacke gab es Berichten zufolge Warnungen vor dem Täter.

Das berichtete unter anderem der britische Nachrichtensender Sky News am Samstag unter Berufung auf ungenannte Quellen. Demnach habe sich ein Sozialarbeiter nach Hinweisen von Bewohnern des vorübergehend als Asylunterkunft genutzten Hotels am Donnerstag an die Mitarbeiter dort gewandt. Die BBC berichtete weiters, der Täter habe den Angriff angekündigt.

Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei rasch aus. Es gibt Hinweise, dass der Mann psychische Probleme hatte. So war er Berichten zufolge durch Klagen über Lärm aufgefallen. Der schottische Polizeichef Iain Livingstone warnte vor Spekulationen, bevor die Umstände der Tat aufgeklärt seien.

Die „Daily Mail“ und der „Telegraph“ hatten berichtet, dass es sich bei dem Täter um einen Asylsuchenden aus dem Sudan handeln soll. Er habe bereits zuvor Flüchtlingen Gewalt angedroht und habe über großen Hunger in dem Hotel geklagt. Die Polizei machte zunächst keine näheren Angaben zum Täter und seiner Nationalität.

Die Verletzten sind 17 bis 53 Jahre alt. Sie alle kamen ins Krankenhaus, darunter auch ein Polizeibeamter. Der Zustand des 42-Jährigen ist nach offiziellen Angaben stabil. In dem Hotel wurden während der Corona-Pandemie Asylsuchende untergebracht.


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