Mehrere schwere Motorradunfälle in Österreich

In Tirol, Oberösterreich und Salzburg haben sich am Freitag mehrere schwere Unfälle mit Motorrädern ereignet. Nach einem Unfall in Jochberg in Tirol verstarb ein 64-jähriger Motorradfahrer laut Polizei in einer Innsbrucker Klinik. Er war bei ins Schleudern geraten und in ein Bachbett gestürzt. Ein 54-Jähriger stieß mit seinem Motorrad bei einem Überholmanöver im Bezirk Braunau gegen einen Lkw.

Der 64-Jährige war auf der auf der Pass-Thurn-Straße (B161) in Richtung Mittersill unterwegs, als er bei einem Überholmanöver nach dem Wiedereinordnen ins Schleudern geriet, mit der Leitschiene touchierte und rund 15 Meter einen Abhang hinunterstürzte. Dann kam er in einem Bachbett zu liegen. Der 64-Jährige wurde von Rettung und Polizei aus dem Bachbett geborgen. Anschließend wurde der Motorradfahrer mit dem Notarzthubschrauber zunächst in das Krankenhaus St. Johann in Tirol geflogen.

Der 54-jährige Motorradfahrer, ein deutscher Staatsbürger, wurde bei dem Unfall mit dem Lkw in Oberösterreich laut Polizei schwer verletzt. Zu einem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Motorrad kam es am Freitagnachmittag auch in der Stadt Salzburg. Ein 46-jähriger deutscher Motorradlenker fuhr bei gelb blinkender Ampel in eine Kreuzung. Einem von links kommenden Pkw konnte er nicht mehr ausweichen, die Fahrzeuge kollidierten. Beim Sturz des Motorrades wurde die 42-jährige Frau des Deutschen, die am Sozius mitgefahren war, verletzt, teilte die Polizei mit.

Im Bezirk Freistadt (OÖ) kam ein 33-Jähriger gegen 17 Uhr mit dem Motorrad in Unterlaussa von der Fahrbahn ab, stürzte und schlitterte über eine Wiese und landete im Laussabach. Der Mann konnte sich ans Ufer retten, zufällig vorbeikommende Motorradfahrer leisteten Erste Hilfe und verständigten die Einsatzkräfte. Der schwer verletzte Oberösterreicher wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Landeskrankenhaus Steyr geflogen.

Ein 28-Jähriger aus dem Bezirk Rohrbach verlor gegen 12.45 Uhr auf der Haslacher Landesstraße die Kontrolle über sein Leichtmotorrad. Er kam von der Straße ab, überfuhr einen Leitpflock, stürzte und schlitterte in ein angrenzendes Feld. Der Mann wurde schwer verletzt.

In Oftering im Bezirk Linz-Land übersah am Freitagabend eine 44-jährige Lenkerin aus Bayern beim Abbiegen einen entgegenkommenden Motorradlenker. Der 56-Jährige aus dem Bezirk Eferding wurde verletzt und mit dem Notarzthubschrauber ins Kepler Klinikum gebracht. Die 44-Jährige, ihr Mann und zwei mitfahrende Kinder blieben unverletzt.

In Köstendorf im Salzburger Flachgau stürzte ein 17-Jähriger mit einem nicht zugelassenen Leichtmotorrad, für das er keine Lenkberechtigung besaß, und verletzte sich. Der junge Lenker war alkoholisiert, er hatte 1,18 Promille.

Beim Zusammenstoß zweier Motorräder auf der Zellerrain Straße (B71) bei Markstein (Bezirk Scheibbs) wurden am Samstag ein 59-Jähriger und eine 51-Jährige schwer verletzt. Der Lenker und seine auf dem Sozius sitzende Ehefrau fuhren auf ein Motorrad auf und stürzten dabei, teilte die Landespolizeidirektion Niederösterreich mit. Nach der Versorgung durch den Notarzt wurde das Ehepaar aus dem steirischen Bezirk Leibnitz mit Notarztwagen und Rettungshubschrauber in die Landeskliniken Scheibbs bzw. Amstetten eingeliefert. Sie waren Teil einer Gruppe aus insgesamt sieben Motorrädern, die nach Lunz unterwegs waren.

Der 69-jährige Lenker des vorderen Motorrades, der ebenfalls seine Ehefrau (65) am Sozius mitführte, hatte wegen eines entgegenkommenden Autos beim Linksabbiegen angehalten, hieß es weiter. Die fünf restlichen Motorräder der Gruppe waren zum Zeitpunkt des Unfalls bereits auf die Landesstraße 6174 in Richtung Lunz abgebogen.


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