Dutzende Festnahmen bei Schweigemarsch in Hongkong

Bei einem Schweigemarsch in Hongkong gegen das geplante neue Sicherheitsgesetz der chinesischen Regierung hat die Polizei mehr als 50 Menschen festgenommen. 53 Demonstranten seien unter dem Vorwurf festgenommen worden, sich an einer nicht genehmigten Versammlung beteiligt zu haben, erklärte die Polizei auf Facebook.

Beamte der Bereitschaftspolizei verfolgten, wie der Protestzug sich durch den Distrikt Kowloon bewegte. Sie setzten Pfefferspray ein, als es zu einigen Rangeleien kam. Am Samstag hatte die Polizei einen Antrag für einen Gedenkmarsch am 1. Juli, dem Jahrestag der Übergabe Hongkongs von Großbritannien an China vor 23 Jahren, abgelehnt. Ein solcher Aufzug würde gegen das wegen der Corona-Pandemie herrschende Verbot verstoßen, wonach sich nicht mehr als 50 Menschen versammeln dürfen, erklärte die Polizei.

Es wird erwartet, dass das neue Sicherheitsgesetz noch vor Monatsende beschlossen wird. Bisher ist der Entwurf aber noch nicht veröffentlicht worden. Bürgerrechtler und Demonstranten befürchten einen immer stärkeren Einfluss der chinesischen Regierung und den Verlust der Autonomie Hongkongs durch das Gesetz.

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