Salzburg holte nach 3:0 gegen Hartberg wieder Meistertitel

Salzburg ist 14-facher österreichischer Fußball-Meister. Die „Bullen“ feierten in der 30. Bundesliga-Runde einen 3:0-Heimsieg über Hartberg und liegen in der Meistergruppe zwei Partien vor Schluss elf Punkte vor dem LASK, der gegen den WAC 0:1 verlor. Rapid zog dank Last-Minute-3:2-Sieg bei Sturm Graz um zwei Punkte am nun drittplatzierten LASK vorbei.

Dadurch können die Linzer die Mannschaft von Trainer Jesse Marsch auch dann nicht mehr überholen, wenn sie nachträglich die vier abgezogenen Punkte retour bekommen sollten. Für die Mozartstädter, die auch das zweite Double en suite perfekt machten, ist es der siebente Meistertitel in Folge, der insgesamt 14. und der elfte in der Red-Bull-Ära.

Im Gegensatz zum 7:2 am Mittwoch bei Rapid blieb diesmal ein großes Torfestival aus. Die Salzburger präsentierten sich zunächst weit weniger konzentriert und durchschlagskräftig als bei ihrem Auftritt in Wien, dominierten die Partie aber dennoch klar. Andre Ramalho scheiterte an Hartbger-Goalie Raphael Sallinger (6.), Hwang Hee-chan schoss daneben (28.) und fand in Sallinger seinen Meister (32.), Patson Daka traf das Außennetz (35.) und Dominik Szoboszlai konnte Sallinger nicht überwinden (36.).

So musste wieder einmal eine Standardsituation herhalten - nach einem Eckball von Szoboszlai war Ramalho per Kopf erfolgreich (45.). Der Brasilianer erzielte damit das 100. Liga-Saisontor der „Bullen“, gleichzeitig den 26. Treffer nach einem ruhenden Ball und den zwölften nach einem Corner.

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Die tapferen Hartberger hatten davor bei einem Fehlschuss von Lukas Gabbichler (23.) und einem von Cican Stankovic parierten Kopfball durch Peter Tschernegg (31.) am gegnerischen Tor angeklopft. Nach der Pause war es mit den Hoffnungen der Steirer auf einen Punktgewinn in Wals-Siezenheim aber schnell vorbei.

Nach einem Fehler von Siegfried Rasswalder schlug Albert Vallci eine Maßflanke auf Hwang, der das Kunstleder mit einem Hechtkopfball versenkte (53.). Für den noch bis 2021 vertraglich gebundenen Südkoreaner gibt es laut Salzburg-Sportchef Christoph Freund Anfragen von RB Leipzig und aus der Premier League, ein Abschied im Sommer dürfte bevorstehen. „Es ist so, dass er seinen Vertrag vielleicht nicht verlängern wird“, sagte Freund vor der Partie im Sky-Interview.

Sechs Minuten nach seinem Tor trat Hwang als Assistgeber in Erscheinung - seine Vorlage verwertete Daka volley aus kurzer Distanz. Der Angreifer erzielte seinen 24. Bundesliga-Saisontreffer. Die restliche Spielzeit wurde zu einem lockeren Schaulaufen der Salzburger, Höhepunkt war ein Lattenfreistoß von Zlatko Junuzovic (88.). Die Bilanz seiner Truppe aus den jüngsten elf Pflichtspielen steht bei neun Siegen und zwei Unentschieden.

Parallel dazu musste der LASK gegen den WAC den Traum vom Meistertitel endgültig aufgeben. Vor leeren Zuschauerrängen im Paschinger Stadion schoss Torjäger Shon Weissman den WAC mit einem verwandelten Elfmeter spät zu internationalen Ehren (88.). Die viertplatzierte Truppe von Ferdinand Feldhofer ist im kommenden Jahr erneut fix international vertreten.

Es war ein schmeichelhafter Sieg, der LASK scheiterte als besseres Team auch an der Chancenverwertung. Die Truppe von Valerien Ismael verteidigt in den letzten zwei Runden gegen Rapid (auswärts) und Meister Salzburg (h) Platz zwei, der die Qualifikation für die Champions League bedeuten würde.

Rapid ist in der Fußball-Bundesliga zurück auf Vizemeisterkurs. Die Hütteldorfer machten aus einem 0:2-Rückstand bei Sturm Graz noch einen 3:2-Last-Minute-Sieg und zogen damit um zwei Punkte am nun drittplatzierten LASK vorbei. Für Sturm rückte die Europacup-Teilnahme in noch weitere Ferne.

Das Debüt von Interimstrainer Thomas Hösele brachte nicht den gewünschten Erfolg. Der 51-jährige Kurzzeit-Nachfolger von Nestor El Maestro konnte die vierte Niederlage in Folge der Steirer nicht verhindern. Eine ansprechende erste Hälfte, in der Stefan Hierländer (34.) und Otar Kiteishvili (45.+2) trafen, war am Ende zu wenig. Die Gäste legten nach der Pause mindestens einen Gang zu und belohnten sich durch Tore des nach einer Gehirnerschütterung wieder fitten Kelvin Arase (51.), Stefan Schwab (83./Elfmeter) und Ercan Kara (90.).


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