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Im falschen Körper geboren: Vom Mädchen zu Maurice

Die äußeren Geschlechtsmerkmale stimmen nicht immer mit dem psychologischen Geschlecht überein. Ein Team rund um die Jugendpsychiatrie Hall ist erste Anlaufstelle.

Spricht offen über seinen Wandel: Maurice kam als Mädchen zur Welt, fühlte sich aber immer als Junge.
© Andrea Wieser

Von Andrea Wieser

Hall – „Es ist schwer für die Eltern zu akzeptieren, wenn sich das eigene Kind in seinem Körper nicht wohl fühlt“, sagt Maurice. „Aber meine Eltern haben mich von Anfang an unterstützt.“ Der junge Tiroler ist achtzehn Jahre alt und kam ursprünglich als Mädchen auf die Welt. Wohl gefühlt hat er sich damit aber nie. Es war, wie er heute weiß, für ihn von Anfang an das falsche Geschlecht.

Maurice bekam Hilfe an der Kinder- und Jugendpsychia­trie in Hall, die seit 2014 mit weiteren Abteilungen an den Kliniken in Hall und Innsbruck im so genannten Gender-Team zusammenarbeitet. Seit der Gründung gab es rund 100 Anfragen, die Tendenz ist steigend. „Im letzten Jahr hatten wir alleine 30 Anfragen, das sind mehr als in den Jahren zuvor“, erläutert Martin Fuchs, Oberarzt an der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Landeskrankenhaus Hall.

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