Schutzzone um Innsbrucker Mentlgasse sorgt für Kontroversen

Grüne sehen in der Zone, die heute in Kraft tritt, „sozialpolitisches Versagen“ der ÖVP, während FPÖ und Für Innsbruck die Verordnung begrüßen.

Auf anhaltende Probleme im Nahbereich der Mentlvilla reagiert die Polizei mit der Verordnung von Innsbrucks dritter Schutzzone.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Die neue, polizeilich verordnete Schutzzon­e rund um die Mentlgasse, die heute in Kraft tritt, löst in der Innsbrucker Stadtpolitik kontroverse Reaktionen aus: Für die Klubobfrau und Sozialsprecherin der Grünen, Renate Krammer-Stark, ist die Schutzzone Ausdruck eines „sozial­politischen Versagens“ der beiden ÖVP-Sozialstadträt­e Franz X. Gruber und Johanne­s Anzengruber (der Gruber nachfolgte).

Statt von Anfang an gemeinsam mit der Mentlvilla, der Suchtkoordination des Landes und anderen zuständigen Stellen nach Lösungen zu suchen, habe die ÖVP gemeinsam mit FPÖ und Für Innsbruck (FI) im Gemeinderat „eine Alkoholverbotszone nach der anderen“ beschlossen, kritisiert Krammer-Stark. „Das Ende war absehbar: dass die Menschen mit Suchterkrankung irgendwann keinen anderen Platz als rund um die Mentlvilla mehr haben würden, eine Einrichtung, die speziell für sie da ist.“

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