„Dolomitengans": Vom Start weg die größte Zucht

Drei landwirtschaftliche Betriebe betreiben gemeinsam das Projekt „Dolomitengans“.

Johannes Kuenz, Florian Kuenz, Johanna Kuenz, Sabine Kuenz und Klemens Kreuzer beim ersten Freigang der Junggänse (v. l.).
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Dölsach, Lavant – Es soll heuer erstmals eine größere Anzahl an Martinigänsen geben, die in Osttirol aufgewachsen sein werden. Drei landwirtschaftliche Betriebe, nämlich jene von Sabine und Johannes Kuenz vom Kuenzhof in Dölsach, von Elisabeth und Klemens Kreuzer vom Simeterhof in Lavant sowie der Betrieb von Johanna und Florian Kuenz vom Oberbacherhof in Lavant, haben vor dreieinhalb Wochen eine gemeinsame Gänseaufzucht begonnen. Die Küken waren fünf Stunden alt, als sie in der Nacht angeliefert wurden. In wenigen Wochen entwickeln die Tiere eine stattliche Größe. Derzeit verlieren die Junggänse ihr flaumiges Gefieder, das dem bekannten weißen Federkleid Platz machen wird. Erst dann sind die Gänse auch vor Witterungseinflüssen geschützt.

„Auftakt unseres gemeinsamen Vorhabens war eine Einladung bei Freunden zum Ganslessen“, erklärten die Jungbauern bei der Präsentation ihres Projektes. Bei der Unterhaltung sei zur Sprache gekommen, dass es kaum Martinigänse aus Osttirol gibt. Über den Winter haben sich die Freunde bei Kollegen informiert und ein 2,5 Hektar großes Grundstück samt einem Gebäude in Lavant adaptiert. Mit der Entscheidung, gleich 300 Junggänse aufzuziehen, haben sich die Landwirte gleich zur größten Gänsezucht Tirols gemausert. „Die Arbeitsteilung erleichtert uns das Vorhaben, aber die Wochen um Martini werden eine stressige Zeit“, bereiten sich die Jungbauern bereits vor. Die Gänse werden bald in zwei Gruppen geteilt. Die erste soll im Herbst früher geschlachtet werden, um rechtzeitig den Bedarf der heimischen Gastronomie zu decken. Die zweite Gruppe ist für private Abnehmer reserviert und zu einem guten Teil bereits vergeben.

„Wir bieten dem Geflügel mehr als ausreichend Fläche und wollen eine möglichst natürliche Wachstumsphase schaffen“, erklärt Florian Kuenz. Für die Neulinge unter den Gänsezüchtern gelte es auch, erst noch ein Gefühl für das Federvieh zu entwickeln. „Wir lernen die Bedürfnisse kennen und einschätzen“, sagt Kuenz. Verkauft wird unter der Bezeichnung „Dolomitengans“.


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